Travel-Blog

Marokko 2016

April 2nd, 2016

Nachdem wir vor Weihnachten erfahren haben dass unser Dino schwer krank ist haben wir unsere Benin-Tour zum Jahreswechsel gecancelt. Inzwischen ist noch Nachwuchs in Form des Schafspudels Fritz dazugekommen, der kleine Wirbelwind gibt dem Dino richtig Auftrieb und so beschließen wir eine 3-Wöchige Marokko-Tour mit dem Landy zu machen.
Zwar etwas beengt mit 2 Personen und 2 Hunden aber es wird schon gehen.

19.03.2016 Illerberg – Bordeaux 1344km / 1344km

Wir kommen sogar etwas früher als geplant los und starten gegen 5:45 Richtung Stuttgart, Karlsruhe, Mulhouse und weiter über Moulins bis Bordeaux. Etwa 80km hinter Bordeaux übernachten wir auf dem Stellplatz an der Düne von Pilat. Um diee Jahreszeit ist hier gar nichts los und wir haben den ganzen Platz für uns alleine. In der Nacht beginnt es leicht zu regnen.

20.03.2016 Dune de Pilat – Algeciras 2620km / 1276km

Nach dem kurzen Frühstück erkunden wir noch kurz die Düne. Fritz hat einen riesen Spass – er sieht das erste mal Sand in seinem Leben. Gegen 8:45 Uhr machen wir uns auf den Weg – wir wollen heute auf jeden Fall bis Algeciras kommen. Über San Sebastian, Burgos, Valladolid, Caceres und Sevilla weiter bis Algeciras. Dort kommen wir gegen 0:00 Uhr auf dem neuen Stellplatz vor Carlos´ Ticket-Bude an. Unterwegs geraten wir in gewaltige Unwetter mit Sturm, Hagel und Graupel – das drückt den Schnitt ziemlich nach unten.

21.03.2016 Algeciras – Chefchauen 2799km / 179km

Um 8:30 Öffnet die Ticket-Bude und wir wollen die 10-Uhr-Fähre nach Tanger-Med erreichen. Wir stellen fest dass wir die grüne Versicherungs-Karte zu Hause liegen haben – jetzt wird´s erst mal hektisch. Dank moderner Technik und des guten Services unseres Versicherungs-Maklers bekommen wir die Karte per email und von Carlos auf grünem Papier gedruckt. Jetzt dann erst mal mit Vollgas zur Fähre.
Mit einer Stunde Zeitverschiebung erreichen wir um 11:30 Uhr Ortszeit Tanger Med. Die Abfertigung geht diesmal koordiniert und super zügig und wir verlassen nach 30 min. das Hafengelände. Einzig der Wetterbericht verspricht die nächsten Tage Regen im Norden. Wir fahren durch die Ausläufer des Rif-Gebirges bis Chefchauen, kaum auf dem Camping-Platz angekommen beginnt auch schon der versprochene Regen.

22.03.2016 Chefchauen – Azrou 3101km / 302km

Aus dem Regen ist stärkerer Regen geworden und wir fahren gegen 10 Uhr weiter Richtung Fes und nahmen uns vor im Zedernwald bei den Berber-Affen zu übernachten.
Hinter Fes geht der Regen mit zunehmender Höhe in Schnee über, wir fahren über Ifrane durch eine herrliche Winterlandschaft, es kommt noch dichter Nebel dazu und so fahren wir nur noch bis Azrou und gehen dort um 16:00 Uhr auf den Campingplatz. Natürlich geht die Standheizung mal wieder nicht.

23.03.2016 Azrou – Meski 3383km / 282km

Nach einer kalten Nacht und dem besch…. Wetter am Morgen beschließen wir jede Aktivitäten im Atlas einzustellen und auf dem schnellsten Weg in den Süden zu fahren.
Wir packen unser Zebra zusammen – es ist sowieso alles nass und fahren weiter über den mittleren Atlas bis Meski. Die Fahrt geht teilweise über 2200m bei geschlossener Schneedecke – gut dass die Straßen überwiegend frei sind. Erst ab Midelt hört der Schneefall auf und das Wetter wird mit jedem km besser. Wir erreichen die Blaue Quelle von Meski gegen 15 Uhr. Wir errichten unser Camp und spannen mal vorsichtshalber unsere Zeltplane, da es wieder etwas nach Regen aussieht. Es kommen aber nur ein paar Tropfen und wir können mit den Hunden eine ausgedehnte Tour durch die Oase machen. Dino kennt die Blaue Quelle schon aus 2008 – da hat er darin ein Vollbad genommen – diesmal rutscht er nur in einen Bewässerungsgraben…

24.03.2016 Meski – Piste Boudenib-Merzouga 3481km / 98km (20km Offroad)

Wir lassen uns heute morgen Zeit, da wir an der großen Steinkugel übernachten wollen und fahren deshalb erst gegen halb zwei los. Kurz vor Boudenib verlassen wir die Teerstraße. Wir kommen an einer einsamen Palme in einem sandigen Qued vorbei und sehen einen Landy, dessen Fahrer heftig winkt. Da es eher nach einem Problem als nach einer Begrüßung aussah fahren wir zu ihm hin. Da steckt er nun, der Arme, festgefahren im Weichen Sand des Queds und mit zerbröseltem Homokineten in der Voderachse. Wir ziehen ihn mit der Winde auf festen Untergrund und da es in der Zwischenzeit halb sechs geworden ist beschließen wir neben der Palme zu übernachten.
Uli, ein Schweizer tut es ebenso und so haben wir dann diesem Abend etwas Gesellschaft.

25.03.2016 Piste Boudenib – Merzouga 3575km / 94km (Offroad)

Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von Uli (der fährt die 20km zurück zur Teerstraße und dann direkt nach Zagora) und fahren die Piste weiter bis zur großen Steinkugel nahe der algerischen Grenze. Offroad-technisch kommen wir auf der Strecke voll auf unsere Kosten – steile Auf- und Abfahrten, Verschränkungspassagen – einfach Klasse. Zur Mittagszeit wird dann Rast an der großen Kugel gemacht. Zwar eine grandiose Aussicht, aber mit 2 Hunden nicht der ideale Nachtplatz kurz an der Abbruchkante. Wir fahren die stellenweise sehr anspruchsvolle Piste weiter und übernachten in einem Dünenfeld. Hinter der Düne fährt sich knapp neben der Piste noch ein Discovery einer Pseudo-Rally fest – für Unterhaltung ist also auch noch gesorgt.

26.03.2016 Piste Boudenib – Merzouga 3699km / 124km (60km Offroad)

Wir starten gegen 11, man hat oben vom Plateau eine grandiose Aussicht und sieht schon den Erg Chebi in der Ferne. Gegen 14 Uhr erreichen wir den Nordrand des Erg Chebi, wir kreuzen die Ebene nach Kompass und erreichen nach ca. 10km die Hauptstraße nach Rissani. Dort wollen wir unsere Vorräte auffüllen und dann in Merzouga einen Camping-Platz aufsuchen. Wir erreichen gegen 17 Uhr den Camping Ocean des Dunes, direkt vor den großen Dünen.

27.03.2016 Rundkurs zum Jebel Bega 3759km / 60km (35km Offroad)

Wir starten gemütlich um die Mittagszeit Richtung Taouz und biegen kurz vor Taouz links in eine breite Piste ein. In der Ferne sieht man die interessanten Formationen des Jebel Bega. Direkt vor dem Berg ist ein ideal Platz um Rast zu machen. Christa sammelt ein paar Steine während ich mich kleineren Problemen mit der Ladetechnik widme. Wir erreichen gegen 17:30 ein Dünenfeld – ein idealer Nachtplatz.

28.03.2016 zurück nach Merzouga und Spielereien im Sand 3829km / 70km (60km Offroad)

Nach dem um 10:30 unser Zebra wieder gepackt ist fahren wir die letzten 10km bis zum Erg Chebi zurück. Wir warten etwas ab bis die Sonne nicht mehr senkrecht steht und fahren dann zur Ost-Umfahrung des Erg Chebi um uns etwas in den Dünen zu verlustieren.
Geschlafen wird natürlich inmitten der Dünen bei grandiosem Sternenhimmel.

29.03.2016 Piste Merzouga – Zagora 4054km / 225km (190km Offroad)

Wir tanken in Merzouga noch mal voll und fahren die Teerstraße bis Taouz und steigen dort in die Piste ein. Trotz eigentlich übler Geröll-Passagen kommen wir mit dem Zebra zügig voran. Das Qued Rheris ist sandiger als je bekannt aber wir kommen dennoch ohne Luftablassen problemlos durch (2 Bar auf Piste und Asphalt-Verbindungen haben sich die letzte Zeit bewährt, nur in den Dünen dann runter auf 1 Bar).
Die Fahrt geht zügig mit ca. 50kmh weiter bis zur Tonebene des Lac Maider. Diesen überqueren wir diesmal mittig, anstatt ihn seitlich zu umfahren. Das geht im Prinzip auch gut, nur gegen Ende werden wir von einem tiefen Sand- / Staubfeld gebremst.
Beim rausfahren meinte ich schon dass der Landy wenig Leistung hat und etwas ruckelt.
Ein Stück weiter war es dann eindeutig – unser bekanntes Problem mit der verstopften Sprit-Leitung war wieder da. Also freigebalsen und weiter geht’s. Wir Übernachten in einem Palmenhain nahe des ersten Militär-Postens.

30.03.2016 Piste Zagora, weiter bis M´Hamid 4254km / 200km (70km Offroad)

Wir starten gegen 10 und erreichen nach ca. 70km die Teerstraße nach Zagora. Dort versorgen wir uns mit dem Nötigsten, der Landy bekommt in der Garage Iriki einen kleinen Kundendienst und zwei neue Gummilager verpasst und wir fahren gegen 17 Uhr weiter nach M´Hamid um uns mit Max zu treffen. Es zieht Wind auf und die Luft ist extrem staubig.

31.03.2016 M´Hamid – Erg Chegaga 4338km / 84km Offroad

Wir fahren gegen 11 Uhr weiter und halten uns auf einer für uns neuen Route nahe an den Dünen – viel angenehmer zu fahren als über die Schotter-Ebenen. Die Weichand-Passagen am Ende de Erg sind dieses mal extrem weich und lang und fordern dem Landy richtig Kraft ab. Gegen 17 Uhr suchen wir uns einen Übernachtungsplatz in den Dünen.

01.04.2016 Erg Chegaga – Dakar-Piste nach Tata 4518km / 180km Offroad

Heute fahren wir zeitig los, wir wollen die alte Dakar-Piste bis Tata fahren. Von dieser Seite her soll sie wohl befahrbar sein, aus Richtung Tata wird man vom Militär gleich an der Einfahrt gestoppt. Wir queren den Lak Iriki und finden den Einstieg zur Piste problemlos. Die Piste ist links und rechts durch große Erdhaufen mit Steinmännchen gekennzeichnet. Auch auf dieser Piste kommen wir zügig voran und könnten abends in Tata sein. Nach ca. 70km kommt der erste Militär-Posten – Passdaten werden aufgeschrieben und nach einem kurzen Gespräch mit seinem Vorgesetzten werden wir durch gewunken. Das selbe Procedere ca. 50km später am nächsten Posten.
Dann kommt der 3. Posten – noch ca. 40km bis Tata – wir dürfen nicht mehr weiter fahren und sollen die Piste nach Tissint nehmen – in unserer Richtung ist Militär ausgerückt und jagt 3 El-Kaida-Spinner. Die Piste ist natürlich in keiner Karte verzeichnet und auch nicht deutlich zu sehen – die einzige die wir fanden endete auf einem Hügel. Also zurück zum Posten – wir fahren eine Steilauffahrt hoch und kurz nach dem wir oben waren – kein Vortrieb mehr – nur noch rrrrrrr.
Es stellt sich heraus dass die hinter, linke Steckachse hinüber ist, Ersatz Gott sei Dank dabei. Sie ist beim Posten schnell getauscht und der Soldat bringt uns zu einem Übernachtungsplatz am Pistenabzweig – nach 18 Uhr darf in dem Gebiet nicht mehr gefahren wird da das Ganze Gebiet radarüberwacht wird.

02.04.2016 Piste bis Tissint und nach Tata 4657km / 139km (50km Offroad)

Wir finden den Pistenabzweig und fahren den fast direkten Weg nach Tissint. Mittags machenwir Pause bei den Kaskaden und fahren dann weiter bis Tata, endlich mal wieder auf einen Campingplatz.

03.04.2016 Tata – Igmir-Schlucht… 4900km / 243km (140km Offroad)

Wir sind gegen 10 startklar, noch kurz zum Geldautomaten, Brot kaufen und Tanken und los geht es Richtung Akka die N12 entlang. In Ait-Herbil biegen wir ab Richting Igmir. Die Teerstraße endet nach ca. 10km und die Piste führt uns entlang von schroffen Bergzügen und Schluchten, vorbei an grünen Oasen mit großen Palmen-Hainen.
Nach der Igmir-Schlucht biegen wir nach Südwesten ab und wollten die direkte Piste nach Amtoudi nehmen – die Piste geht über üble Geröll-Passagen und wir kommen nur sehr langsam voran. Die Piste nach Amtoudi ist praktisch nicht auffindbar und verzweigt in unzählige Richtungen. Wir müssen zurück zur Hauptpiste – es ist bereits 17 Uhr und wir sollten einen Übernachtungsplatz suchen, bei dem Sturm auf dem Berg aber gar nicht dran zu denken. Also schaukeln wir uns weiter die Hauptpiste entlang bis ins Tal. Dort finden wir bei einem abgelegenen Qued doch noch einen vernünftigen Standplatz gegen 19 Uhr.

04.04.2016 Piste nach Tafroute`/ Painted Rocks 5067km / 167km (50km Offroad)

Da wir uns das Gerüttel von gestern nicht nochmal antun wollten beschließen wir auf der direkten Piste zur N12 zu fahren und auf dieser zurück nach Ait-Herbil zu fahren. Die Piste nach Tafroute hat den selben Einstiegspunkt wie die zur Igmir-Schlucht und zweigt dann nach ca. 20km rechts ab. Einen kleinen Schönheitsfehler hat das Ganze – da wir gestern nach Amtoudi wollten und daher die Igmir-Schlucht von Norden her nochmals durchfahren hätten haben wir gestern praktisch keine Fotos von der Schlucht selbst gemacht. Also fahren wir nochmals die Schlucht entlang und wieder zurück (waren aber insges. nur ca. 30km Umweg). Gegen Mittag sind wir zurück am Abzweig nach Tafroute. Die Piste geht ca. 30km im Qued entlang kreuz und quer über groben Schotter. Spuren sind nur schwach auszumachen.
Links und rechts vom Qued türmen sich bizarre Gebirgs-Formationen auf. Danach treffen wir auf eine gut ausgebaute Piste und kommen für die nächsten 30km zügig voran ehe wir wieder auf eine Nebenstrecke ausweichen. Diese führt wieder durch die Berge an Palmenoasen vorbei bis wieder auf der Teerstraße nach Tafroute ankommen. Dort biegen wir ab zu den “Painted Rocks” – dort hat ein französischer Künstler gemeint er müsse die Felsformationen in blau und rosa einfärben. In dem Gebiet finden wir einen traumhaften Übernachtungsplatz.

05.04.2016 Painted Rocks – Piste Foum Zguid – Talouine 5444km / 377km (50km Offroad)

Nach dem Frühstück erkunden wir die “Painted Rocks” – ob man die hat unbedingt anmalen müssen ????

Wir fahren weiter auf Nebenstrecken aber gut ausgebauten Straßen zurück nach Tata und von dort nach Foum Zguid.
Etwas nordwestlich biegt eine Piste Richtung Talouine ab. Wir finden einen malerischen Nachtplatz im Qued unt er Palmen.

06.04.2016 Piste Foum Zguid – Talouine – Tizin Test 5682km / 238km (50km Offroad)

Wir kommen gegen 9 Uhr los. Zunächst geht’s auf gut ausgebauter Piste bis Aguinane. Dort zuerst eng durch einen Palmenhain, danach immer enger werdend durch das Dorf. Nach dem Dorf geht dann eine schmale, ausgefahrene Piste steil in den Berg. Die Piste windet sich mit Schräglagen und Steinstufen immer weiter bergauf. An ein Umdrehen ist nicht mehr zu denken – bleibt nur die Hoffnung dass keiner entgegen kommt. Nach ca. 5km überholen uns ein paar Enduro-Fahrer, bzw. zwängen sich an uns vorbei. Die Piste erweist sich langsam als Horror-Trip – bei der Beifahrerin liegen die Nerven blank und sie kann die schöne Aussicht, 500m ins Tal gar nicht so recht genießen. Wir benötigen für 20km über 3 Pässe fast 4 Stunden. Bis Talouine wären es insgesamt ca. 100km Piste. Da wir morgen in Marrakesch sein möchten brechen wir nach gut 20km ab und fahren auf einer direkten Piste zur Hauptstraße. Dort geht es weiter bis Talouine und von dort weiter über den Tizin Test Richtung Marrakesch.
Wir übernachten auf dem Camping-Platz auf der Passehöhe des Tizin Test auf 2100m.

07.04.2016 Marrakesch 5882km / 200km

Wir lassen uns Zeit und genießen noch etwas die Aussicht, bis Marrakesch sind es nur ca. 3h zu fahren.
Unterwegs machen wir noch einen kleinen Abstecher, wo auf der Karte eine Schlucht eingezeichnet war, was sich jedoch als Flop herausgestellt hat und so erreichen wir Marrakesch gegen 15 Uhr. Wir suchen noch einen Supermarkt und kommen dann kurz nach 5 auf dem Parkplatz hinter der Moschee an. Irgendwie ist in der Stadt um diese Jahreszeit der Teufel los – wir kennen es die letzten Jahre nur im Januar und da ist alles ruhig und beschaulich. Wir machen einen ausgedehnten Bummel durch den Souk und essen in den Garküchen am Djemaa el Fna zu Abend. Hier ist diesmal richtig was los – unzählige Trommel-Gruppen, Schlangen-Beschwörer und Artisten tummeln sich auf dem Platz. Ein gelungener Abschluss für unseren Marokko-Trip. Dino und Fritzi haben artig im Auto gewartet und nicht all zu viel zerstört….

08.04.2016 Marrakesch – Tanger Med 6356km / 674km

Wir starten heute zeitig um die 17-Uhr-Fähre noch zu erwischen. Wir nehmen die Autobahn und erreichen um 16:30 Uhr den Hafen. Die Fähre geht erst um 6 und so können wir ohne Stress die Formalitäten erledigen. Wir hatten eine herrliche Überfahrt bei Traumwetter und guter Sicht. Gegen 20:30 Uhr erreichen wir Algeciras und sind um halb zehn auf dem Parkplatz beim Carrefour. Dort verbringen wir die Nacht.

09/10.04.2016 Algeciras – Illerberg 8901km / 2545km

Wir starten um 8 und fahren die Nacht durch und sind um 14:45 zurück in Illerberg.

Burkina Faso 2015

Dezember 30th, 2014

Nach langem hin und her und der Unsicherheit mit Ebola sieht es im Moment so aus als hätten wir das Ziel Burkina Faso.

Unser großer Blauer hat einen kleinen Bruder in Form eines kleinen Schwarzen bekommen und so sind wir diesmal mit unsrem Land Rover Defender unterwegs.

28.12.2014 Abfahrt
0km / 0km

Es schneit schon den ganzen Tag, ebenso wie am Vortag, und entsprechend sind die Verkehrsmeldungen. Gegen 13:00 Uhr brechen wir auf und fahren bis Karlsruhe im Stop & Go. Wir fahren die Nacht durch und erreichen gegen 7 Uhr morgens die Spanische Grenze.

29.12.2014 bis Algeciras
2630km / 2630km

Wir erreichen gegen 20:30 Algeciras ohne besondere Vorkommnisse.
Bei Carlos kaufen wir gleich unsere Tickets und erledigen noch ein paar Einkäufe im Carrefour ehe wir uns auf dem Parkplatz in der nähe unseren Nachtplatz einrichten.

30.12.2014 Algeciras – Marrakesch
605km / 3235km

Eigentlich wollten wir die 9:20 Fähre nach Ceuta nehmen, als wir erfahren, dass diese gecancelt sind. Also dann doch wieder Tanger Med…
Die Überfahrt verläuft etwas schaukelig und wir erreichen gegen 12 Uhr afrikanischen Boden. Die Zollformalitäten dauernd etwa 1.5h und nachdem wir noch Geld gewechselt und eine SIM-Karte besorgt haben machen wir uns gegen 13 Uhr Ortszeit auf Richtung Marrakesch.
Gegen 20:30 Uhr sind wir auf dem Parkplatz hinter der Moschee, wir bauen unser Haus auf und lassen den Abend bei einem guten Abendessen in den Garküchen Gauklermarkt ausklingen.

31.12.2014 Marrakesch – Sidi Akhfenir
644km / 3879km

Die Nacht war kalt und wir starten Punkt 8 Richtung Süden. Gegen Mittag erreichen wir Agadir, dort gehen wir noch in den Supermarkt und fahren zügig weiter Richtung Tan Tan.
Um 18:30 erreichen wir unseren Stellplatz am Qued Fatma, direkt an der Steilküste. Dort verbringen wir unseren Silvesterabend bei Wein und Käsefondue.

An dieser Stelle allen zu Hause gebliebenen ein Glückliches und Gesundes Neues Jahr 2015!

01.01.2015 Sidi Akhfenir- Dakhla
758km / 4637km

Wir lassen uns Morgens etwas Zeit, frühstücken gemütlich und organisieren noch unser Fahrzeug um und so staten wir erst gegen 10:45 mit Ziel Dakhla.

Mit billigem Westsahara-Diesl geht es nun weiter und wir sind um 20:00 auf dem Campingplatz in Dakhla.

02.01.2015 Dakhla – Nouadhibou
452 km / 5089 km
Wir stehen heute früh auf, füllen noch die Wassertanks und sind dann um 7.30 Uhr auf den Weg nach Mauretanien. Wir erreichen bis zur Mittagszeit die Grenze zu Mauretanien.
Die Abfertigung auf der marokkanischen Seite verläuft zu unserer Überraschung diesmal extrem professionell und schnell. Nach nur 45 Minuten kreuzen wir das Niemandsland zum mauretanischen Grenzposten. An dieser Stelle sei erwähnt: Die Mauretanier haben sich ein neues System einfallen lassen, nachdem Autos, die älter als 8 Jahre sind nicht mehr ins Land dürfen, demnach die Abzocke durch Schlepper und korrupten Beamten Tür und Tor geöffnet. Das Grenzdokument fürs Auto kostet nun 50,00€ statt 10,00€ plus eines nicht zu vernachlässigenden Oboluses zur Organisation des solchen. Senegal wird wenigstens das Carnet anerkannt, hier hilft nur zahlen! Nach 3 Stunden warten, einigen Euros und 2 Dosen Bier leichter verlassen wir die Grenze und erreichen und um 17.30 Uhr den Camping ABBA in Nouadhibou.

03.01.2015 Nouadhibou – Parc National du Banc d´Arguin (PN BA)
80 km / 5169 km
Wir beschließen 2 Tage im Nationalpark zu verbringen um am Montag in Nouakchott unsere Visas zu besorgen. Nachdem wir klar Schiff gemacht haben brechen wir gegen 13.00 Uhr auf. Wir verlassen Nouadhibou und zweigen nach gut 40 km rechts in die Piste zum PN BA ab. Es ist sehr windig und trübe und so sind praktisch keinerlei Pisten oder Fahrspuren zu erkennen. Wir fahren oft querfeldein auf die GPS-Punkte zu. Es wird zunehmend sandiger, wir lassen den Luftdruck auf 1,6 Bar ab und durchqueren riesige Weichsandfelder. Immer im Hinterkopf: jetzt nur nicht festfahren. Wir durchqueren ein solches Feld und merken schon es wir immer weicher und tiefer und …. Es ist 18.30 Uhr und wir stecken bis zur Achse im Sand. Schön, dass wir dieses Jahr mit dem Landy unterwegs sind. Luftdruck auf unter 1 bar absenken, 10 Minuten Räder freigraben, die 4 Sandbleche drunter und mit Schwung geht es weiter bis fester Untergrund erreicht ist (mit dem LKW hätte diese Aktion mindestens einen halben Tage gedauert). Da es eh fast dunkel ist fahren wir auf eine Anhöhe und verbringen dort die Nacht.

04.01.2015 PN BA – Nouakchott
332 km / 5501 km
Es geht heute um 8.30 Uhr los. Die Sicht ist heute auch nicht besser und so fahren wir weiter unsere GPS-Punkte an, ab und zu ein paar Spuren sagen uns, dass wir nicht so falsch sein können. Es geht über endlose Ebenen, der Wind bläst von hinten dermaßen, dass wir von unserer eigenen Staubwolke überholt werden. Es sind praktisch keinerlei Spuren zu erkennen nachdem wir in einer riesigen Ebenen aus Sand und Schlick dem Untergang noch gerade entkommen sind, beschließen wir auf kürzestem Weg auf die Spur vom letzten Jahr zu gelangen. Es ist sehr mühsam, immer wieder stehen wir vor riesigen Feldern mit „kleinen Kamelhügeln“, die es zu durchqueren oder umfahren gilt. Wenige km vor Arkeiss stoßen wir auf die alte Piste. Von nun an geht es zügiger voran und wir finden ca. 30 km vor Nouamghar eine große breite Piste zur Hauptstraße. Wir füllen unsere Reifen und fahren die letzten 150 km auf Asphalt nach Nouakchott. Wir erreichen unseren altbewährten Campingplatz bei Omar gegen 19.00 Uhr. Omar bereitet uns wieder einen leckeren Fisch und wir lassen den Abend bei einem Gläschen Wein ausklingen.

05.01.2015 Nouakchott – Parc National de Diawling
274 km / 5775 km
Morgens um 9.00 Uhr stehen wir schon vor der senegalesischen Botschaft. Eine Stunde später geben wir unsere Pässe bei der Botschaft von Mali ab und nachmittags um drei können wir unsere Pässe mit den darin enthaltenen Visa für Senegal und Mali abholen. Wir fahren anschließen gleich weiter Richtung Djama. Die Asphaltstraße ist nun fertig bis Keur Massene, danach geht die Piste auf dem Damm weiter. Da die Grenze derzeit nur vormittags geöffnet ist, übernachten wir bei der Polizei-Station am Ende vom Park.

06.01.2015 Parc National de Diawling – Colobane
325 km / 6100 km
Gegen 9.00 Uhr sind wir startklar und machen uns auf den Weg zur Grenze. Die Grenze ist wie ausgestorben, wir sind die einzigen Gäste. Auf mauretanischer Seite wir von jedem Posten (Gendamerie, Police, Zoll) 10,00€ an Gebühren (für was auch immer) verlangt, diese waren auch nicht verhandelbar, ohne gab´s die Pässe nicht zurück. Der Senegalesische Zöllner ließ sich überzeugen, das Laissez Passer für vier Tage auszustellen, dass spart uns den Weg nach Dakar zum Zoll um das Carnet zu stempeln. Wir bezahlen die regulären 2500 CFA an Gebühren. Wir fahren weiter Richtung Süden und übernachten hinter Colobane im Busch.

07.01.2015 Colobane – Mako
483km / 6583km
Wir frühstücken gemütlich und machen uns gegen 9:30 auf Richtung Tambacounda.
Dort gegen 14:00 angekommen wechseln wir Geld, füllen unser Getränkevorräte nach (insbesondere Bier+Wein, wir kennen da ein kleines Depot wo das zu haben ist) und fahren nweiter bis Mako zu einem Stellplatz am Gambia-Fluss. Auf dem Weg dort hin erlegen wir fast einen Mopedfahrer, der wohl nicht damit gerechnet hat dass hier einmal im Jahr etwas entgegen kommt – aber gerade noch mal gut gegangen.

08.01.2015 Mako – Bamako (Mali)
617km / 7200km
Wir fahren um 8:30 los Richtung Sarayah / Kenieba zur Grenze nach Mali. Diese erreichen wir gegen 11, wir sind so ziemlich die einzigen Gäste. Alles läuft hier echt relaxt ab. Die Formalitäten auf senegalesischer Seiter verlaufen zügig ab, und auch die Einreise nach Mali erfolgt problemlos und schnell. Ohne Stress, ohne Schmiergelder und freundlich und zuvorkommend, als wären sie fast froh dass sich doch noch ein paar Touristen hier her verirren.
Gegen 18:00 erreichen wir Bamako und wir arbeiten uns durch das Getümmel bis zum Camp „Sleeping Camel“. Um 19:30 sind wir endlich am Ziel.
Wir wollten morgen eigentlich zur Botschaft von Burkina Faso, müssen jedoch erfahren dass am morgigen Freitag Feiertag ist und nicht gearbeitet wird. Das Visum soll allerdings auch an der Grenze zum akzeptablen Preis erhältlich sein.

Falls Ihr Euch schon gewundert habt – nein wir sind nicht verschollen, wir hatten nur in Burkina nie die Gelegenheit ins Internet zu gehen. Die SIM-Karte hat nicht funktioniert, die Camps waren in den Nationalparks ohne Strom und WLAN – darum geht es erst jetzt weiter,

09.01.2015 Bamako – Sikasso
315km / 7515km

Wir fahren gegen Mittag los und sind froh das chaotische Bamako hinter uns zu lassen.
Kurz vor Sikasso fahren wir zum Übernachten in den Busch.

10.01.2015 Sikasso – Burkina Faso – Kouitiala
323km / 7838km

Wir machen uns nach dem Frühstück auf Richtung Burkina Faso.
Nach einem kurzen Stopp an den Wasserfällen von Farako erreichen wir die Grenze.
Die Ausreise aus Mali verläuft problemlos und schnell.
In Burkina Faso angekommen kommt natürlich die Frage nach dem Visum.
Es wird uns ein 30 Tage-Visum für 94.000 CFA angeboten – ich dachte schon jetzt wird’s endgültig Zeit französisch zu lernen – aber ich habe ihn schon richtig verstanden – 94000 CFA pro Person, das sind etwa 150 EUR – das Gleiche in Bamako kostet etwa 35 EUR – selbst wenn es das „gelobte Land“ wäre, wäre es mir den Preis nicht wert. Ich pokere hoch, sagte dann fahren wir zurück nach Mali und besuchen sein schönes Land nicht und es sah für einen Moment so aus als würde es klappen.
Irgendwie konnte er es nicht glauben dass wir zurück fahren und war dann mit der Situation überfordert – wir nahmen jedenfalls unser Pässe und fuhren zurück nach Mali.
Wie wir übrigens dann auf der Borschaft in Bamako erfahren haben kostet das 30 Tage Visum an der Grenze 48000 CFA, zwar immer noch das Doppelte aber das hätte sich mit den Spritkosten aufgehoben – so ist eben Afrika……
Wir machen nochmals einen längeren Abstecher zu den Wasserfällen ehe wir einen Schlenker über Segue machen und dann am Montag zur Botschaft in Bamako gehen.
Sikasso – Segue ist absolute Nebenstrecke und entsprechend ist der Straßenzustand. Wir durchfahren bei Einbruch der Dämmerung Koutiala und fahren nach ca. weiteren 20km in den Busch zum Übernachten.

11.01.2015 Koutiala – Bamako
374km / 8212km

Wir lassen uns etwas Zeit und fahren nach gemütlichem Frühstück weiter Richtung Segue.
Dort verbringen wir etwas Zeit und fahren weiter bis Bamako und sind gegen 16:30 Uhr wieder im „Sleeping Camel“.

12.01.2015 Bamako – Segue
338km / 8450km
Um 8 machen wir uns auf zur Botschaft, irgendwie hat das mit den Koordinaten nicht richtig geklappt und so fragen wir uns durch – ein fataler Fehler. Eigentlich waren wir am Anfang ca. 300 m von der Botschaft entfernt – nach 2h Irrfahrt nehmen wir ein Taxi als Lotse und erreichen gegen 11 die Botschaft von Burkina Faso. Wir geben den V isum-Antrag ab und können die Pässe um 15 Uhr abholen.
Wir fahren an diesem Tag noch bis Segue. Dort hatten wir vor Jahren im Hof des Hotels Savane übernachtet – Der Portier in seinem Anzügchen strotzt nur so vor Arroganz und macht uns klar dass er heute keinen Platz für uns hat. Ich beherrsche mich….
Wir finden ein paar hundert Meter weiter ein Campement wo wir erwünscht sind.

13.01.2015 Segue – Faramana (Burkina Faso)
291km / 8741km
Die Kupplung vom Landy hatte sich am Vortag schon etwas seltsam angefühlt.
Nach dem Kaffee schaute ich mal nach und das Pedal ließ sich fast ohne Widerstand bis zum Boden treten – Kupplung hatte ich inkl. Nehmer-Zylinder vor Abfahrt neu gemacht – also vielleicht nur Luft im System. Wir versuchten zu entlüften – es kam allerdings unten nichts an – also bleibt nur noch der Geber-Zylinder – alles andere war ja neu. Ich sah Burkina für diesen Tag schon wieder schwinden.
Nach nur 4h (und nachdem was ich vorher über den Tausch des Geber-Zylinder gelesen hatte ist das absolute Rekordzeit) war das Teil getauscht, meine Meinung über britische Ingenieurs-Kunst ist dabei aufs unterste Level gesunken,
Wir machen uns gegen Mittag auf den Weg zur Grenze. Kurz vor der Grenze kam dann noch eine Polizeikontrolle – er fand dass an unserem Laisser Passer ein Stempel fehlt und ich zurück in die Stadt müsste, diesen zu holen.
Die Nerven liegen blank- aber ich beherrsche mich….
Nach etwas Palaver und Hin und Her war der Stempel dann nicht mehr so wichtig und wir durften ziehen. Zum Dank gab´s noch ein Cola für den Polizisten.
An der Grenze angekommen hat bei der Ausreise der fehlende Stempel natürlich niemanden interessiert. Die Einreise nach Burkina verlief absolut problemlos und wir fahren ca. 20km nach der Grenze in den Busch zum Übernachten.

14.01.2015 Faramana – Satiri
371km / 9112km
Um neun verlassen wir unseren Nachtplatz Richtung Bobo Dialasso und weiter bis Hounde.. Dort zweigt links eine Piste ab und führt in großem Bogen zum „Mare aux Hippopotames“.
Nach ca. 35km bemerken wird, dass wir die falsche Piste er wischt haben – ich lade die SAT-Karten aufs IPAD und muss feststellen dass dies Piste nur wieder direkt nach Bobo führt – also die 35km wieder zurück. Der Abstecher war nicht uninteressant – wir sind an riesigen Baumwollfeldern vorbei gekommen. Wieder in Hounde zurück finden wir schnell die richtige Piste und erreichen nach gut 70km zügiger Fahrt das Mare aux Hippopotames. Hierher hat sich wohl schon längere Zeit kein Tourist verirrt – wir werden von den Parkwächtern freundlich empfangen und fahren in der Dämmerung mit einer Piroge hinaus auf den See zu den Hippos. Das Ganze zum absolut fairen Preis von 1500CFA pro Person inkl. Bootsfahrt. Wir d dürfen die Nacht dann an der Ranger-Station verbringen

15.01.2015 Satiri – Quagadougou
430km / 9542km
Gegen 9:15 verabschieden wir uns von den Park-Rangern – es gibt noch ein paar Geschenke zum Dank und wir fahren weiter bis B obo
Dort tauschen wir noch Geld in der Banque Atlantique zum absolut Spitzen-Kurs von 655,95 CFA/EUR und ohne Gebühren – super Dienst am Kunden. Wir kaufen noch Getränke und Gemüse und etwas Diesel für den Landy ehe wir die Stadt dann Richtung Ouaga verlassen.
Die Straße ist super ausgebaut und wir kommen zügig voran ehe bei Soubou eine endlos lange Baustelle beginnt. Das drückt den Schnitt nach unten und wir erreichen Ouaga erst bei Einbruch der Dunkelheit. Den im Buch beschriebenen Campingplatz finden wir natürlich nicht und wir nehmen mal wieder ein Taxi als Lotse. Die Gegend wird immer düsterer und irgendwann stehen wir vor einer Mauer an der ein Schild mit Camping hängt. Der Besitzer kommt heraus und meint dass lange keine Touristen hier waren und er für unser Sicherheit nicht garantieren kann – er wüsste allerdings einen bewachten Hotelparkplatz auf dem wir stehen könnten. Er fuhr mit dem Moped voraus zum OK-Inn – auch das hat mittlerweile geschlossen, nach etwas Diskussion mit den Wachleuten des angrenzenden Zollhofs dürfen wir dort stehen bleiben.

16.01.2015 Quagadougou – Arly
430km / 9972m
Wir machen uns um 9 Uhr auf. Zunächst zur Tankstelle, dann witer bis Fada – N´Gourma.
Ich kaufe noch eine neue SIM-Karte mit der Internet funktionieren sollte – da Geld hätten wir besser in Brakina-Bier angelegt….
Gegen 13:30 erreichen wir Fada und zweigen Richtung Benin ab, über Parma bis Tindougou – hier zweigt die Piste nach Arly ab. Wir erreichen den Abzeig um 15:15 und fahren auf übelster Piste 80km bis Arly in den Nationalpark. Die letzten km legen wir bei Dunkelheit zurück und erreichen gegen 19:30 das Campement in Arly. Wir müssen ein Zimmer nehmen, Camping ist nicht möglich, auf den angebotenen Reis mit Gemüse für umgerechnet 10 EUR pro Person verzichten wir, wohl zur Unzufriedenheit des Campement-Betreibers. Er will morgen mit mir zum Nationalpark-Büro gehen und alles regeln.

17.01.2015 Arly – Fada N`Gourma
293km / 10265km
Eigentlich wollte der Kerl vom Campement um 7 da stehen – er lässt sich dann 45 min. später kurz sehen und ist dann verschwunden. Mir wird es irgendwann zu blöde und ich gehe zum Nationalpark-Büro wo ich unseren Campement-Betreiber wieder finde.
Er hat wohl schon alles klar gemacht und der Boss vom Park hält m ir einen Zettel mit 54 000 CFA unter die Nase:
2x Eintritt je 20.000
2x Guide je 6.000
1x Foto-Erlaubnis 2.000
Ich hatte gelesen, der Eintritt kostet 5.000 CFA, gut das 2009, aber x4 – ????
Ich fange an zu diskutieren, der Nationalpark-Heini meinte ob das zu teuer sei – ich sagte ja – und plötzlich waren wir bei 28.000 – das kam schon eher hin, der Eintritt kostet jetzt 10.000 CFA lt. Liste.
Wollte wohl der Campement-Mensch mit abzocken.
Nach einer weiteren ½ Stunde war dann auch der Guide da und wir konnten endlich starten.
Dino stellte kein Problem dar und durfte mit in den Park. Der Guide mit deiner AK47 nahm auf dem Beifahrersitz platz, Christa machte es sich hinten mit Dino gemütlich und so erhofften wir die lang ersehnten Elefanten zu sehen. Wir bekamen einen Büffel und jede Menge Gazellen vor die Linse, aber keine Elefanten, von Löwen wollen wir nicht mal träumen.
Nach 2h war die Runde beendet, der Guide verschwand ganz heimlich und der Park-Guru wollte diskutieren – die Nachmittags-.Runde sollte nochmals 28.000 kosten und da gibt´s dann vielleicht auch Elefanten. Nach einiger Diskussion wollte er dann nur noch 8.000 für den Nachmittag – mir war das Ganze dann zu wider und ich bestand auf eine Rechnung meiner bezahlten 28.000 mit Stempel und Unterschrift – das hat dem Kerl überhaupt nicht gepasst und zähneknirschend stellte er mir die Rechnung aus.
Wir beschließen auf die Nachmittagstour zu verzichten und hoffen auf Elefanten in der Ranch de Nazinga.
Wir fahren die Piste weiter und treffen ca. 50km vor der Grenze zu Niger wieder auf die Hauptstraße.
Hinter Fada finden wir einen Übernachtungsplatz unter 2 großen Baobabs im Busch.

18.01.2015 Fada – Ranch de Nazinga
448km / 10713km
Wir müssen zurück bis Ouga und von dort südlich Richtung Ghana bis Po.
Von dort geht eine Piste Richtung Westen und nach 15km zweigt links die Piste in den Nationalpark Ranch de Nazinga ab, nach 35km schlechter Piste ist das Camp bei Einbruch der Dunkelheit erreicht.
Auch hier müssen wir ein Zimmer nehmen, die einzelnen Posten werden korrekt aufgeführt,
nicht unbedingt billig aber kein Gefühl der Abzocke wie in Arly. Wir bleiben hier für 2 Nächte.
Auch das Restaurant ist zu empfehlen – gut und zu angemessenen Preisen.

19.01.2015 Ranch de Nazinga
35km / 10748km

Um 6:00 treffen wir unseren Guide (diesmal ohne AK47) und es geht auf Prischfahrt.
Wir sehen vereinzelt ein paar Antilopen und nach kurzer Zeit ein Gruppe von 5 Elefanten beim Frühstück. Wir fahren dicht vorbei- anscheinend zu dicht – ein Bulle nimmt Kurs auf uns – wir hätten ihn fasst berühren können. Auch der Guide hatte mit der Attacke nicht gerechnet und wusste nicht, ob vorwärts, rückwärts oder stehen bleiben. Wir entscheiden uns für stehen bleiben, der Elefant stellt seine Ohren und baut sich vor dem Auto auf und dreht dann ab nachdem seine Familie die Piste gequert hat. Wir hatten unsere Elefanten – näher als gewünscht. Dummerweise gab es nicht mal Fotos davon weil wir das große Tele montiert hatten und dafür waren die Dickhäuter einfach zu nahe da. Im Reservat leben ca. 400 Elefanten – also werden wir unsere Chance auf gute Fotos bestimmt noch haben.Ein paar km weiter kommen wir zu einem Hügel von dem wir einen fantastischen Rundumblick auf das Reservat haben . In allen Richtungen sieht man Elefantenherden durch die Savanne ziehen – der Guide drängt leider viel zu früh zur Weiterfahrt.
Gegen halb neun sind wir zurück im Camp. Die nächste Ausfahrt ist für 16:00 Uhr geplant.
Wir haben also etwas Zeit und versuchen das Leck im Tank zu orten – wenn wir voll getankt haben sprudelt Diesel oben aus dem Original-Tank. Wir sind der Meinung dass es an den lockeren Schrauben im Deckel lag und beenden die Schweinerei…
Um 16 Uhr geht es wieder in den Busch. Wir finden einige Elefantenherden und es gibt jede Menge Fotos.

20.01.2015 Ranch de Nazinga – Boromo
341km / 11089km

Nach dem Frühstück gehen wir noch ans Wasserloch und verlassen dann gegen 9 diesen herrlichen Platzt. Auf der Piste sehe ich in der Ferne etwas großes graues über die Piste laufen. Christa lacht mich aus und meint ich sehe schon überall Elefanten. Als wir näher kommen entdecken wir eine große Herde cas. 30m neben der Piste. Ich kann gar nicht genug davon bekommen während Christa noch an das Erlebnis von gestern denk und zur Weiterfahrt drängt Wir genießen den Anblick und verlassen dann das Reservat. Die Fahrt geht weiter über Po – Ouaga – Richtung Bobo.
Wir besuchen noch die heiligen Krokodile und suchen bei Boromos einen Platz im Busch zum Übernachten.

21.01.2015 Boromo – Bamako
774km / 11863km

Wir starten früh zu einer Marathon-Etappe. Wir wollen Abends in Bamako sein um am Donnerstag zur mauretanischen Botschaft zu gehen um uns ein Visum für die Rückreise zu besorgen.
Sonst kommen wir wieder ins Wochenende und wir haben keine Lust auf die Abzocke in Rosso/Senegal und wollen von Bamako direkt nach Mauretanien ausreisen.
Die Grenzformalitäten verlaufen problemlos. Wir treffen den netten Polizisten aus 2013 und er lässt uns mit unsrem Mali-Visum nochmals einreisen – das ist uns dann auch ein paar Geschenke wert.
Wir erreichen Bamako um 20:30Uhr – das waren dann noch 2h Fahrt bei Dunkelheit – wirklich kein Spaß…

22.01.2015 Bamako
20km/11883km

Wir stehen um 8:30 vor der mauretanischen Botschaft. Das Visum können wir um 15 Uhr abholen.
Preise: ca. 50 EUR für ein 15 Tage Transit-Visum und 100 EUR fürs 30 Tage Visum.
Wir haben etwas Zeit und kümmern uns nochmals um unseren Tank – der letzte Versuch war leider nicht erfolgreich.
Den morgigen Tag verbringen wir nochmals in Bamako und wir wollen mit dem Taxi auf den Kunsthandwerker-Markt fahren.

23.01.2015 Bamako
10km / 11948km

Wir können uns heute etwas Zeit lassen. Gegen Mittag nehmen wir ein Taxi und fahren auf den Kunsthandwerker-Markt. Wir sind praktisch die einzigen Touristen und entsprechend fallen die Händler wie die Hyänen über uns her. Es lassen sich doch ein paar gute Schnäppchen machen . Nach 3h haben wir genug und nehmen wieder ein Taxi zurück ins Sleeping Camel.
Wir wollen morgen um 6 Uhr los und darum fahren wir heute noch gleich zum Tanken. Wie sich dabei herausstellt war unsere Tankreparatur wieder nicht erfolgreich. Bleibt also nur noch nicht ganz voll machen.

24.01.205 Bamako – Ayyoune el Atrous
639km / 12587km

Wir kommen tatsächlich Punkt 6 los. In der Stadt ist praktisch noch Null Verkehr und so lassen wir Bamako zügig hinter uns mit dem Ziel Nioro. Gegen Mittag erreichen wir den Grenzübergang auf malischer Seite. Die Formalitäten laufen zügig ab – es ist ja auch außer uns keiner da.
Auf mauretanischer Seite müssen wir feststellen dass bis 15 Uhr erst mal Mittag ist – prima – wir wollten eigentlich heute noch bis Kiffa fahren. Es war 15 Uhr und das Fußballspiel im Fernsehen war viel wichtiger als unsere Pässe zu bearbeiten . Ich stelle mich so halb vor den Fernseher, das stört natürlich den TV-Nachmittag gewaltig und mir wird prompt ein Sitzplatz angeboten. Ich lehne dankend ab und die einzige Chance auf ungetrübtes Fußballvergnügen ist anscheinend doch unser ePässe zu bearbeiten.
An dieser Stelle sei erwähnt dass wir auf Grund geänderter Einreiseformalitäten in Mauretanien (Fahrzeuge älter las 8 Jahre dürfen nicht mehr rein) die Hilfe von Idoumou in Anspruch genommen haben. Dieser schickte uns für insges. 100 EUR ein Einladungsschreiben mit dem alles geregelt sein sollte. Das Schreiben hat bisher keinen Menschen interessiert, bei der ersten Einreise waren 50 EUR Gebühr zu bezahlen – mit oder ohne Einladung. Idoumou schrieb mir dass sie an der Grenze schon Bescheid wüssten und alles zügig voran ginge……
Nächste Station war der Gendamerie-Posten. Der fragt zunächst nach der Versicherung. Diese hatte ich bereits in Deutschland über Idoumou abgeschlossen und per email die Bestätigung erhalten und ausgedruckt. Der Gendarm war mit dem Ausdruck natürlich nicht zu frieden Ich rief Idoumou an und gab das Gespräch weiter. Das Problem hatte sich dann gelöst. Das Spiel mit der Versicherung sollten wir später noch an 5 weitern Kontrollen haben, jedes mal rief ich Idoumou an und jedes mal löste er das Problem, das wir ohne ihn nicht gehabt hätten…..
Der Gendarm stellte dann noch fest, dass wir zuerst noch in das Büro zum Chef müssten, wir sollten seinem Kollegen in T-Shirt und Bade-Latschen folgen. Wir fuhren etwa 1km zurück, dann raus in den Busch und tatsächlich war da etwas wie ein Büro – nur der Chef war nicht da, aber noch 2 Kollegen in Bade-Latschen. Uns läuft die Zeit davon und die machen hier ihre Spielchen – ich werde etwas (mehr) unfreundlicher und mir wird versichert dass der Chef in 5 Minuten da wäre. Er kam dann und musste unsere Pässe abmalen – entweder ließ er sich absichtlich viel Zeit oder war er tatsächlich zu blöde zum Lesen und Schreiben Ich sah Kiffa jedenfalls langsam schwinden.
Jetzt war der Zoll vor uns – mal schauen was uns dort für eine Überraschung erwarten sollte.
Erstaunlicher Weiser gar keine – ich bekam für 5000 UM (ca. 15 EUR) ohne Probleme das Laissez Passer ausgestellt, und das ganz ohne Einladungsschreiben.
Es war dann schließlich kurz nach 6 als wir die Kreuzung zur Route del Espoir in Ayioune erreichten.
Der Polizeiposten wollte uns eigentlich nicht mehr Richtung Kiffa weiter fahren lassen . Wir diskutierten ein wenig über Sicherheit usw. und obwohl ja Mauretanien als sicher gilt bezifferte er die Chancen auf 40/60 und wir könnten auf eigene Verantwortung fahren . Wir wollten jedenfalls auf keinen Fall auf den Camping-Platz in Ayyoune, dort hatten wir vor Jahren nicht unbedingt beruhigende Erfahrungen gemacht (siehe Mali-B log). Der Polizist sagte uns, wir können im Hof der Polizeistation übernachten und war sichtlich erleichtert dass wir in die Stadt zurück fuhren.
Wir erreichen die Polizeistation um ca. 19 Uhr und finden im Hof ein angenehmes und sicheres Plätzchen zum Übernachten.

25.01.2015 Ayioune – Kiffa
250km / 12837km

Ursprünglich wollten wir über Tidjikja nach Atar und vor dort die Eisenbahnpiste bis Nouadhibou fahren, dazu hätten wir allerdings am Vortag bis Kiffa kommen müssen. Pläne sind eben zum Ändern da. Idoumou gibt uns per SMS noch ein paar Koordinaten durch mit denen wir ca. 70 km vor Kiffa ein Guelta mit Sahara-Krokodilen finden können. Es war eine gute Entscheidung diese Strecke nicht mehr bei Dunkelheit zu fahren – die Straße wird schlechter , es folgen über 30km üble Baustelle und wir kommen nur langsam voran. Wir erreichen das Guelta gegen 15:30 Uhr. Ca. 300m vor dem letzten Wegpunkt ist endgültig Schluss mit fahren, bis zum Ende des Gueltas sind es ca. 2-3km im Bachbett über große Felsen – dafür ist es jetzt schon etwas spät, aber wir haben ja Sahara-Krokodile schon auf unserer letzten Reise gesehen. Die Fahrt zum Guelta hat sich jedenfalls gelohnt – es ist ein wirklich malerischer Ort. Zu guter letzt zeiht noch ein große Horde Paviana an uns vorbei – wir beobachten das Treiben eine Ganze Weile und machen uns dann auf den Weg nach Kiffa. Dort Übernachten wir auf Idoumou´s Platz Phare du Desert. Ich hatte die Hoffnung dort Geld wechseln zu können, der Kurs dort war allerdings genauso bescheiden wie an der Grenze. Lt. Idoumou ist der Euro gefallen (das hat wahrscheinlich bei Nacht so gepoltert) und mehr als 300 UM/EUR sind nicht drin, auf der Bank vielleicht 320 – in Nouakchott hatten wir bei der Hinfahrt 360UM bekommen, war das schon nicht besonders gut. Wir bezahlen den Platz in EUR und beschließen morgen zur Bank zu fahren.

26.01.2015 Kiffa – Nouakchott
611km / 13448km

Gegen 9 fahren wir in den Ort zur Bank – die ist fast wegen Überfüllung geschlossen – die 2. Bank ist leer und wechselt nicht – wir fahren also weiter und hoffen unterwegs auf eine Bank – es ist uns jedoch nicht möglich an Landeswährung zu kommen. Unsere Ougia-Vorräte reichen gerade noch um ein Brot zu kaufen, tanken müssen wir nicht und so fahren wir bis Nouakchott.
Omar freut sich schon von Weitem uns wieder zu sehen und macht sich gleich auf den Weg zum Fischmarkt.
Bei leckerem Fisch und einem Gläschen Wein lassen wir den Tag ausklingen.
Vorher allerdings musste ich die Felgenschlösser am Landy knacken – Christa hatte das Gegenstück in einem Täschchen im offen Handschuhfach deponiert und das ist wohl irgendwie abhanden gekommen , Gut dass die Engländer auch hier nicht sorgfältig gearbeitet haben und so waren die Teile mit Hilfe einer 28er Nuss und 2 Schrauberbits im Nu entfernt.

27.01.2015 Nouakchott – Noudhibou
499km / 13947km

Plan B war die Strandpiste bis Noumghar zu fahren. Da Niedrigwasser um ca. 10 Uhr war rechneten wir mit einem Zeitfenster bis ca. 14 Uhr in dem ein Befahren des Strandes möglich ist. Wir planen also für die 170km 2 Tage ein. Um 8 fahren wir mit Omar auf den Markt zum Geld wechseln – siehe da, wieder 360 UM, erledigen noch ein paar Einkäufe und kommen gegen 9:30 Uhr los. Der Strand ist zügig u befahren. Im ersten Fischerdorf wollen wir ein Fischerboot umfahren und bleiben prompt im weichen Sand stecken. Es dauert keine 15 Minuten und der Landy ist wieder befreit. Das Wetter wird zunehmend trüber und windiger. Wir passieren gegen 13 Uhr die bekannte Engstelle Landeinwärts über die Düne, der Strandabschnitt ist bereits so schmal, dass immer wieder in den Weichsand ausgewichen werden muss und so beschließen wir ca. 65km vor Noumghar einen Platz zum Abwarten zu suchen. Wir stellen uns in den Windschatten einer Düne und essen zu Mittag. Der Wind hat zwischenzeitlich stark zu genommen und es treibt den Sand durch alle Ritzen im Landy, draußen sitzen war praktisch gar nicht mehr möglich. So wollten wir den Tag und die Nacht jedenfalls nicht zu bringen – bis zum nächsten Fischerdorf sind es ca. 6km – wir beschließen die 6km im Weichsand zu fahren, einsanden natürlich inbegriffen. Vom Fischerdorf führt dann eine Piste zur Hauptstraße. Wir fahren gleich weiter bis Nouadhibou und übernachten im Camping Abba.
Plan C sieht vor, morgen noch Cap Blanc zu besuchen und am späten Nachmittag zhur Grenze zu fahren.
Beim Einparken vernehme ich ein seltsames Heulen und elektrischen Geruch aus der Lichtmaschine.
Die war vor Abfahrt nagelneu, jetzt ist sie kochend heiß und lädt nicht mehr – ich wackle etwas an den Kabeln und scheinbar tut sie ihren Dienst wieder. Wir vertagen die Reparatur auf morgen früh.

28.01.2015 Nouadhibou – Barbas
211km / 14158km

Nach dem Frühstück möchte ich mich erst mal um die Lichtmaschine kümmern – sie wird wieder heiß und lädt nicht, wackeln hilft – also raus damit. Das Teil ist eigentlich nicht zum Zerlegen gebaut, wie ich messen konnte ist wohl der Hilfsgleichrichter defekt. Der ist allerdings mit dem Hauptgleichrichter ein Stück – sch…..
Nach Mc Gyver- Art gelingt es mir den integrierten Hilfsgleichrichter still zu legen und aus einer Handvoll alter Lichtmaschinen-Teile extern etwas aufzubauen – mit Erfolg.
Es ist 13:30 und wir beschließen noch ans Cap zu fahren. Die Wegbeschreibung im Därr-Buch passt praktisch gar nicht mehr und so wird das Ziel „umzingelt“. Wir finden schließlich den richtigen Weg und sind gegen 3 Uhr am Cap. Mönchsrobben sind gerade keine zu sehen, dafür eine Gruppe riesiger Geier. Wir verlassen das Cap gegen 4 und sind kurz nach 5 an der Grenze zu Marokko. Aus Mauretanien sind wir nach einer halben Stunde ausgereist, dann die Fahrt durchs Niemandsland und wir erreichen gegen 17:45 Uhr den marokkanischen Grenzposten. Die Grenze schließt wohl um 18 Uhr, aber wir sind erst mal drin. Um 19 Uhr verlassen wir den Grenzposten und sind 1h im Motel Barbas. Dort essen wir wie immer gut und günstig zu Abend und verbringen die Nacht.
Kurz zum Ablauf der Formalitäten bei der marokkanischen Einreise:
- Stop an der Gendamerie, Aufschreiben der Pass + Fahrzeugdaten
- Stop am 1. Polizeiposten – Suche nach mauretanischen Ausreisestempeln
- Einreisezettel ausfüllen und Pässe an der Polizei stempeln lassen
- dann zum Zoll
- den Menschen ausfindig machen der die grünen Fahrzeug-Zettel verteilt
- Zettel ausfüllen und mit diesem zum Büro am Scanner gehen, Unterschrift holen
- mit unterschriebenem Zettel zurück zum Zettelausgabe-Menschen, Stempel + Unterschrift holen
- mit 2x unterschriebenem und gestempelten Zettel zum Zollinspector, Unterschrift und Stempel holen
- mit 3x unterschriebenem, 2x gestempelten Zettel zurück zum Scanner-Büro
- Warten auf Scanner
- nach dem Scanner zurück zum Scanner-Büro und den hoffentlich nochmals gestempelten und unterschriebenen Zettel wieder in Empfang nehmen
- F E R T I G !
Die einzelnen Stationen sind natürlich nicht nebeneinander sondern im Abstand von jeweils ca. 100m im Zollhof verteilt.

29.01.2015 Barbas – Laayoune
738km / 14896km

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg Richtung Norden.
Wir sind um 15 Uhr in Boujdour, da füllen wir unsere Dirham-Vorräte auf, kaufen Fisch und Gemüse und ein Stück Lamm für Dino. Der verschmäht ja seit 3 Wochen sein Trockenfutter und bekommt nun jeden Tag frisch gekochtes. Um 18:30 erreichen wir den städtischen Stellplatz in Laayoune-Plage.
Wir grillen unseren Fisch und lassen den Tag bei Brakina-Bier und Rotwein ausklingen.

30.01.2015 Laayoune – Sidi Ifni
532km / 15428km

Wir kommen relativ spät los, ich kämpfe noch mit der Aufladung der Internet-SIM-Karte.
In Laayoune füllen wir noch unsere Tanks und fahren dann weiter Richtung Guelmim.
Gegen Mittag verlassen wir nach einem letzten Tankstop die Westsahara. Wir weichen von unsrem sonst üblichen Weg ab und machen einen Schlenker über Sidi Ifni. Die Strecke ist landschaftlich absolut reizvoll und im Prinzip gar kein richtiger Umweg, es sind gerade mal ca. 20km mehr und Null LKW-Verkehr. Die Überschwemmungen vom Dezember haben in diesem Gebiet schwere Spuren hinterlassen. Praktisch jede Brücke in den Tälern wurde weggerissen, in Sidi Ifni ein Campingplatz dem Erdboden gleich gemacht usw.. Wir Übernachten im Camping Barka, ein unterhalb der Stadt direkt am Meer gelegener Platz, leider etwas überlaufen von französischen Tupper-Büchsen.

31.01.2015 Sidi Ifni – Marrakesch
410km / 15838km

Nach einem gemütlichen Frühstück machen wir uns auf den Weg Richtung Tiznit. Wir machen noch einen kurzen Stop an den Fels-Bögen. Die Strecke bis Tiznit ist absolut angenehm zu fahren, kein LKW-Verkehr und unterm Strich nicht länger als der direkte Weg. Gegen 14 Uhr erreichen wir Agadir, wir besuchen noch den Supermarkt und hoffen hier für Dino passendes Futter zu finden – leider Fehlanzeige, also kaufen wir ein Stück schönes Putenfilet für ihn – er soll ja auch nicht leben wie ein Hund. Im Supermarkt gibt es auch eine separate Alkohol-Abteilung, dort füllen wir unsere Bier und Weinvorräte auf. Das ist echt lustig hier, die Marokkaner , die den Shop verlassen, lassen ihrer Einkäufe gleich unter der Jacke verschwinden,. An der Kasse kommt man sich vor als hätte man eine Horde 16-Jähriger vor sich die verschämt ihre erste Packung Kondome kaufen …..
Wir erreichen Marrakesch gegen 18:30 Uhr, es ist der Teufel los in der Stadt. Auf unseren Parkplatz hinter der Moschee kommen wir gerade noch drauf, wir müssen allerdings später umparken um einen vernünftigen Stellplatz für die Nacht zu haben.
Wir gehen in den Souk und essen anschließend in den Garküchen.

01.02.2015 Marrakesch – Ceuta

666km / 16505km

Wir lassen uns morgens etwas Zeit und fahren weiter Richtung Ceuta.
Wir erreichen Ceuta gegen 18 Uhr. An der Grenze ist nicht all zu viel los,
die Abfertigung erfolgt rasch und problemlos, direkt an einzelnen Schaltern zum durch fahren,
keine Kontrollen, auch nicht auf spanischer Seite. Das Ganze geht so schnell, dass ich am Spanischen Zoll-Posten stehe und meinen marokkanischen Zettel fürs Auto noch in der Hand habe – sch…
Das ist absolut schlecht und kann bei der nächsten Marokko-Reise zu echten Problemen führen – also dem Spanier erklärt dass ich wieder zurück muß, der schüttelt nur den Kopf, sein Kollege weist uns in die Ausreise-Schlange und wir nehmen einen der Helfer um von hinten an den marokkanischen Zoll zu gelangen. Das Ganze kostet uns 20 EUR und kein viertel Stunde.
Wir erreichen noch locker die 20 Uhr Fähre und sind gegen 21 Uhr wieder in Spanien. Dort herrscht etwas Chaos und wir brauchen fast 1,5h um aus dem Hafengelände zu gelangen – es ist nur eine Spur am Zoll geöffnet und entsprechend ist der Andrang. Wir übernachten wieder auf dem Parkplatz beim Einkaufszentrum.

02./03.02.2015 Algeciras – bis fast nach Hause

1600km / 18104km

Wir starten früh morgens und wollen die Nacht durch fahren um gegen Nachmittag des nächsten Tages zu Hause zu sein. Gegen Mittag erreichen wir Caceres, erledigen wie üblich noch unsere Einkäufe und machen uns weiter auf den Weg Richtung Frankreich. Gegen 22 Uhr passieren wir die spanisch/französische Grenze. Hinter Bordeaux wechseln wir uns ab. Gegen halb 3 Uhr morgens weckt mich Christa und sagt, der Motor wird warm. Wir fahren rechts ran und mussten fast 5l Kühlwasser nach schütten. Zunächst war alles in Ordnung – nach 5 km wird der Motor wieder heiß. Wieder 5l nachgeschüttet und 10km weiter einen Parkplatz angelaufen. Der Motor war natürlich wieder heiß. Wir beschließen hier die Nacht zu verbringen. Es ist sau kalt, ich schlafe mit Dino hinten, Christa vorne auf dem Beifahrersitz. Zu allem Überfluss hat jemand das Wasser hinten nicht richtig abgestellt – es ist also noch nass dazu. Nach einer besch… Nacht warten wir bis es hell wird. Natürlich fehlt wieder fast alles Kühlwasser – insgeheim denke ich an die Zylinderkopfdichtung – verdränge das allerdings wieder. Der Motor läuft normal und auch in den Abgasen ist nichts von Wasserdampf zu sehen. Wir bauen den Thermostat aus und eine neue Wasserpumpe ein, lassen den Motor ca. 1h laufen und alles scheint normal zu sein. Wir fahren weiter, die Kühlwassertemperatur ist etwas weiter oben als sonst aber konstant – nach ca. 40km steigt die Temperatur wieder an und Ölgeruch ist war zu nehmen – wir fahren die nächste Haltebucht an – Game Over.
Wir rufen den ADAC an, der Abschleppdienst muss über die Notrufsäule gerufen werden – diese spricht natürlich nur französisch. Nach 2h haben wir es dann tatsächlich geschafft einen Abschlepper her zu bekommen. Dieser bringt uns zu seiner Werkstatt in der absoluten Walachei. Reparatur vor Ort ist natürlich kurzfristig nicht möglich und so organisiert uns der ADAC einen Mietwagen und der Landy wird mit dem Transporter zurück nach Deutschland gebracht. Während Christa den Landy soweit ausräumt fahre ich mit dem Taxi die ca. 50km bis Agouleme und hole unseren Mietwagen ab – der ADAC hat uns einen Nissan-Van organisiert in dem wir das Meiste aus dem Landy unterbringen können. Wir übernachten noch vor der Werkstatt, auch wenn der Chef nicht begeistert ist und fahren am nächsten Morgen um 5 Uhr los

04.02.2015 Walachei – nach Hause

1000km / 19104km

Wir fahren punkt 5 Uhr los, zunächst schneit es und die Straßen sehen recht glatt aus, das hört aber nach 200km auf. Wir sind dann gegen 17 Uhr zu Hause – der Landy wird nachgeliefert.

11.02.2015

Der Landy ist seit gestern in Deutschland und steht im Nachbarort.
Wir schleppen ihn mit dem Discovery zu uns nach Hause.

Mauretanien 2013/14

Dezember 28th, 2013

27.12,2013 Illerberg – Montloucon

820km / 820km

Diesmal soll es mk 2 Lkw’s auf eine große Tour durch

Mauretanien mit einem Abstecher nach Dakar/Senegal gehen.

Wir treffen uns um 9 Uhr morgens mit Torsten und Gerda und starten Richtung Stuttgart, Karlsruhe, Mulhouse und dann die Route Express bis Montloucon. Gegen 21:30 übernachten wir auf einem Rastplatz.

28.12.2013 Montloucon – Richtung Madrid

930km/1750km

Wir starten Punkt sieben Uhr und fahren weiter über Angouleme, Bordeaux, San Sebastian bis ca. 100km vor Madrid und übernachten auf einem Autobahnparkplatz. In Miranda del Ebro finden wir vorher noch einen Supermarkt, wo wir letzte Einkäufe machen und unser Silvester-Menue besorgen.

 

29,12,2013

776km/2526km

Wir starten wieder um Punkt sieben.

Schon um 8 erreichen wir Madrid und kommen äußerst zügig durch,  Nach ca. 300km Fahrt verabschiedet sich der Auspuffkrümmer vom Magirus- hört sich kernig an aber auf die Dauer doch etwas zu laut und so muss ein Blechdeckel improvisiert werden,

Einige km nach Malaga kaufen wir unsere Fähr-Tickets und wollen noch die 10 Uhr Fähre erreichen,

50km vor Algeciras verabschiedet sich unsere Not-Reparatur – wir fahren weiter bis zur Fähre und erreichen den Hafen gegen halb neun.

Wir setzen noch über und erreichen gegen 23:00 Uhr Tanger Med.

Die Zollformalitäten dauern wieder mal extrem lange und so übernachten wir gegen 1 Uhr vor dem Hafengelände.

30.12,2013 Tanger – Bengueir

611km / 3171km

 

Um 8 öffnet die Bank, es wird Geld gewechselt und wir fahren Richtung Tetuan um einen “Dorfschmied” für die Auspuff-Reparatur zu finden.

In einer kleinen Karosseriewerkstatt finden wir eine Künstler das Teil mit dem Autogenbrenner wir dicht schweißt – wohl besser als neu.

Das Ganze dauerte nicht mal eine Stunde und so machen wir uns auf den Weg Richtung Autobahn und Agadir.

 

 

31.12,2013  Benguir – Ksar Tafnidilt

581km / 3752km

 

Wir starten um 7:15Uhr und fahren die Autobahn weiter, vorbei am Marrakesch bis Agadir.

In Agadir erledigen wir nach letzte Einkäufe (den Metro gibt´s nicht mehr, dafür aber einen ander großen Supermarkt).

Auf Landstraßen geht es weiter Richtung Tan Tan. Kurz vor Tan Tan biegen wir auf die Piste zum Ksar Tafnidilt. Dort verbringen wir unseren Silvesterabend.

An dieser Stelle wünschen wir allen zu Hause gebliebenen ein Gutes Neues Jahr !

 

01.01.2014 Tfnidilt – Layyoune

423km / 4175km

 

Wir fahren gegen 11 Uhr ab, nach 6km Piste sind wir wieder auf der Hauptstraße.

Ca. 100km hinter Tan Tan gibt es wieder den ersten billigen Diesel.

Die Fahrt geht weiter bis Layyoune, dort werden alle Tanks voll gemacht und suchen uns nach ca. weiteren 100km einen Stellplatz an der Steilküste.

02.01.2014 hinter Layyoune – Dakhla

416km / 4591km

 

Wir fahren um 9 Uhr los, weiter bis Boujdour. Hier wird noch mal Geld gewechselt und leckeren Fisch fürs Abendessen gekauft.

Wir übernachten auf einem Stellplatz ca. 30km vor Dakhla.

 

03.01.2014 Dakhla – Nouadhibou

403km / 4994km

 

Wir starten um 8 und wollen gegen Mittag an der Grenze sein.

Wir erreichen das Motel Barbas um 11:30, von dort sind es noch 80km bis zur Grenze nach Mauretanien.

Wir füllen noch mal malle Tanks, essen gemütlich zu Mittag und machen uns auf den Weg  zur Grenze.

Auf marokkanischer Seite verlaufen die Formalitäten diesmal überraschend zügig.

Wir fahren nach nicht mal 1 h durchs verminte Niemandsland und erreichen nach 6km dem Mauretanischen Grenzposten.

Wir genehmigen uns für 10 EUR pro Fahrzeug einen Schlepper, der seine Arbeit wirklich gut macht und jeden Cent wert ist.

Alle Formalitäten werden von ihm erledigt und wir können auf unkomplizierte Weise einreisen.

In Nouadhibou angekommen müssen wir auf Umwegen zum Camping Abba fahren, da wir sonst mitten in der Stadt in eine Freitags-Demo gekommen wären.

Dank GPS finden wir den Camping jedoch ohne Probleme.

Wir erreich den Platz gegen 17:00 Uhr

 

04.01.2014 Noadhibou – Arkeis

248km / 5242km

Der Plan ist, durch den Parque de Banque d´Arguin und dann weiter die Strandpiste bis Nouakchott zu fahren. Einziger Haken dabei – in den Nationalpark dürfen nur Fahrzeuge bis 3.5t fahren. So beschließen wir Ahmedi für 2 Tage als Führer zu engagieren, der besorgt für akzeptables Geld eine Sondergenehmigung und so starten wir gegen 15 Uhr in den Park. Das war natürlich viel zu spät und so erreichen wir das Camp in Arkeis erst um 20:30 Uhr bei Dunkelheit. Erstaunlich wie Ahmedi bei Dunkelheit querfeldein den Weg findet und wir am Ende tatsächlich wieder auf der Piste nach Arkeis landen.

 

05.01.2014 Arkeis – Nouakchott

283km / 5525km

Abfahrt ist heute um 9 Uhr. Wir erreichen gegen Mittag Nouamghar, den südlichsten Punkt des Nationalparks. Dort beginnt die eigentliche Strandpiste. Wir legen dann eine Zwangspause ein da der Strand wegen Flut nicht vor 15 Uhr befahrbar ist. Die ersten km sind recht beschwerlich, da wegen des hohen Wasserstandes noch im relativ weichen Sand gefahren werden muss, es wird jedoch mit fortschreitender Ebbe immer besser und wir können dann direkt an der Wasserlinie fahren wo der Sand dann nahezu hart wie Beton ist. Die berühmte Engstelle, die Klippen an der wohl schon etliche Fahrzeuge verzweifelt sind, muss wegen des hohen Wasserstandes landeinwärts umfahren werden. Wir kommen ohne Probleme durch die Dünen und danach kann die Fahrt am Strand fortgesetzt werden. Nach wenigen Kilometern setzten wir Ahmedi an einem Fischerdorf ab (auf seinen Wunsch natürlich). Von unserem Plan, am Strand zu übernachten, rät uns Ahmedi wegen der Gefahr von Banditen ab, so fahren wir noch bis ca. 60km vor Nouakchott am Strand und danach quer auf die Asphalt-Straße nach Nouakchott. Bei Einbruch der Dunkelheit erreichen wir die Hauptstadt und wir steuern den aus früheren Reisen bekannten Campingplatz Terghit –Vacance direkt am Strand an. Vor dem Tor treffen wir schon auf Omar – man könnte fast meinen er hätte auf uns gewartet. Die Wiedersehens-Freude war riesengroß.

 

06.01.2014 Nouakchott

12km /5536 km

Heute gehen wir zur senegalesischen Botschaft um unser Biometrisches Visum zu vervollständigen. Die Bestätigungsmail kam doch schon nach 4 Wochen und ich konnte Sie noch in Noadhibou herunterladen. Außerdem werden noch Kopien der ersten 4 Pass-Seiten benötigt. Gut dass ich mir vor Abfahrt noch  einen mobilen Drucker angeschafft habe, das hat das Ganze enorm vereinfacht. Wir waren um 9 auf der Botschaft, hatten um 10 alles erledigt und können das Visum um 14:30Uhr abholen. Beim Herausgehen treffen wir noch einen Bekannten vom Erzberg-Treffen -  klein ist doch die Welt….

 

07.01.2014 Nouakchott – St.Louis

284km / 5820km

Um 10 ist Abfahrt. Wir tanken noch gut 200l Diesel nach und fahren dann Richtung Senegal. Nach ca. 150km biegen wir auf die Piste nach Diama ab, die ersten 20km der neuen Straße sind bereits fertiggestellt, danach geht es auf der alten Piste und später über den Damm weiter bis zur Grenze. Wir haben uns mental schon auf die Diskussion mit den senegalesischen Zöllnern eingestellt da wir auf das notwendige Carnet für die LKW´s im Vorfeld verzichtet hatten. Die erste Diskussion begann dann schon an Zahlstelle für den Nationalpark, die wollten statt der normalen 200OUG/Person 3000 ohne Quittung abkassieren, weiter ging es mit den mauretanischen Grenzbeamten die an jeder Stelle 10 EUR für was auch immer wollten. Irgendwann und nach weiteren 10 EUR waren wir fast im Senegal und unsere Pässe schon mit Einreisestempeln versehen. Dann kam der Zoll – Einreise mit älteren Autos nur mit Carnet möglich. Jetzt beginnt die Diskussion und das „Aussitzen“. Ich versuche dem Zöllner klar zu machen, dass es bisher nie ein Problem war ohne Carnet einzureisen, ich nun schon das 5. Mal in den Senegal komme und sein schönes Land besuchen möchte. Er blättert durch meinen Pass und sieht den Zollstempel mit seiner Unterschrift vom Vorjahr – es kommt ein Lächeln über seine Lippen – das Eis scheint gebrochen – er bittet uns draußen zu warten und beginnt zu telefonieren. Nach fast 3h kommt sein Kollege, erklärt uns die Preise für die Zoll-Eskorte nach Gambia (die für uns ja eh keinen Sinn machen würde) und stellt uns für jeweils 150 EUR ein Passavent für 6 Tage aus. Unterm Strich billiger als das Carnet vom ADAC und die 6 Tage sind für unsere Pläne genau richtig. Das Versicherungsbüro hat natürlich um 21 Uhr schon lange zu und da uns der Zöllner von der Grenze weg haben wollte regelt er das mit der Versicherung mit Mama vom Büro die im nächsten Dorf auf uns wartet. Ohne Versicherung nach St. Louis zu fahren wäre ein Freibrief für die hiesigen Polizisten. Wir erreichen den Camping Ocean in St. Louis gegen 22 Uhr.

 

8.1.2014 St. Louis – Zebra-Bar

29km / 5849km

Der Camping Ocean ist nicht mehr unter eigener Führung und gehört jetzt mit zum Hotel. Wir beschließen gegen Mittag nach St. Louis in die Altstadt zu fahren und anschließend gleich weiter in die Zebrabar.

 

9.1.2014 Zebrabar

0km /5849 km

Heute gibt es einen Ruhetag in der Zebrabar.

 

10.1.2014 Zebrabar – Reserve de Bandia

188km / 6037km

Um 8:30 starten wir zur Strandpiste Richtung Dakar. Nach einer Stunde erreichen wir den Einstieg zum Strand. Da der Unterschied zwischen Ebbe und Flut derzeit nicht all zu groß ist bleibt relativ wenig Platz zum Fahren. Es ist unvermeidlich dass uns die eine oder andere Welle trifft und so werden die LKW´s einer gründlichen Spülung unterzogen – leider mit Salzwasser. In Kayar verlassen wir die Piste und fahren weiter bis zum Reserve de Bandia. Für die 50km brauchen wir dank vieler Lastwagen, die fast mit Schritttempo die Hügel hoch kriechen gut 2 Stunden. Am Reservat angekommen beschließen wir die Laster stehen zu lassen und mit einem der dort verfügbaren Pickups in den Park zu fahren. Wir bekommen diesmal extrem viele Tiere zu sehen -  unter anderem  Antilopen, Büffel, Zebras, Giraffen, Straußen  und Nashörner. Bei den Nashörnern wird ausgestiegen und möglichst nah herangegangen – einem gefiel das gar nicht und es kam uns im Galopp viel näher als gewünscht. Wir dürfen vor dem Park-Gelände übernachten und so verbringen wir hier die Nacht.

 

11.1.2014 Reserve de Bandia – Lac Rose

72km / 6109km

Um 10 Uhr fahren wir zurück nach Kayar um dann auf der Strandpiste zum Lac Rose zu fahren. In Kayar am Strand ist gerade der Start zur Africa Eco Race – Rally voll im Gange. Wir lassen uns nicht beeindrucken und setzten unsere Fahrt fort und  werden ab und zu von den Rally-Teilnehmern überholt.  Gegen 12:30 erreichen wir den Lac Rose. Kaum angekommen werden wir von den fliegenden Händlern bedrängt – es wird gehandelt, getauscht und gefeilscht – schlimm nur dass man das, einmal angefangen,  fast nicht mehr abstellen konnte.

12.1.2014 Lac Rose – Diamma
264km / 6412km

Wir fahren gemütlich um halb elf los, unbehelligt von unseren neuen “Freunden” vom Vortag.
Wir fahren die Strandpiste über Kayar bis Tioungoune und dann weiter über die Lanstraße bis St. Louis.
Hier füllen wir noch an einer Tankstelle die Wassertanks zu einem Nepp-Preis – aber wir brauchen vor Mauretanien unbedingt noch Brauchwasser.
Unterwegs gönnen wir den Lastern noch eine Wäsche, da diese nach der ganzen Strandfahrerei mit einer Salz-Sand-Kruste überzogen sind.
Der Polizist an der Brücke vor St. Louis macht ausnahmweise wieder mal einen Affen – in unseren passavents steht “Transit Gambia” und das
wollte er zum Anlass nehmen mal wieder abzuzocken- er hat sich diesmal aber die falschen rausgesucht…..
Gegen 18 Uhr erreichen wir die Grenze. Der Zöllner, der uns die Passavent´s verkauft hat war richtig glücklich zu hören, dass alles problemlos geklappt hat
und bietet uns an am Grenzposten zu übernachten. Da es praktisch eh fast dunkel war nehmen wir dankend an.


13.1.2014 Diamma – Rkizz
164km / 6576km

Um 10 verlassen wir den senegalesichen Grenzposten und fahren über die Brücke zurück nach Mauretanien.
Die Formalitäten verlaufen problemlos und wir fahren die Damm-Piste bis Rosso und wollen von dort über Pisten eine Abkürzung direkt nach Aleg finden.
Die Alternative wäre über Nouakchott was einen Umweg von mindestens 500km bedeuten würde.
Wir finden den Einstieg zur Piste und übernachten bei Einbruch der Dunkelheit im Busch.

14.1.2014 RKizz – Magta Lahjar
272km / 6848km

Um 9:30 machen wir uns weiter auf die Piste und erreichen gegen 15:45 tatsächlich die Route d´ Espoir 20km vor Aleg.
In Aleg wird erst mal getankt, erfolglos ein funktionierender Geldautomat gesucht und dann weiter Richtung Osten gefahren.
Aus Sicherheitsgründen versuchen wir an einem Polizei-Posten zu übernachten – die zeigten sich jedoch allesamt unkooperativ und so fahren wir bei Einbruch der Dunkelheit von der Teerstraße ab in den Busch.

15.1.2014 Magta Lahjar – Matmata
188km / 7036km

Wir haben die Nacht trotz anfänglicher Bedenken ausgesprochen ruhig verbracht, Frühstücken noch gemütlich und machen uns dann auf den Weg nach Matmata, wo im Guelta noch einige der letzten Sahara-Krokodile leben sollen.
Hinter Sangrafa verlassen wir die Route d´Espoir Richtung Norden, überqueren nach Moudjera einen Pass mit traumhafter Aussicht über das darunter liegende Dünen-Meer und erreichen nach weiteren gut 30km Piste das Guelta von Matmata.
Wir fahren soweit es geht in den Flusslauf ein wo sich ein traumhafter Übernachtungsplatz bietet. Wir sind kaum angekommen, dann findet sich auch schon die Dorfjugend ein – total nette und unaufdringlich Menschen.
Wir machen noch einen kurzen Streifzug zu den umliegenden Tümpeln und treffen tatsächlich auf frische Krokodilspuren – es gibt sie also tatsächlich.

16.1.2014 Matmata – Piste Richtung Atar
78km / 7114km

Schon zum Frühstück haben wir wieder Besuch aus dem Dorf. Wir nehmen uns einen Führer und machen uns auf den Weg zu den Krokodilen.
Den Weg haben wir total unterschätzt – nach kurzer Zeit sehen wir das erste Krokodil – der weitere Weg geht über Felsbrocken gut 2km in das Guelta hinein,
an dessem Ende befindet sich ein See mit vielen Augen – die der Sahara-Krokodile. Der Rückweg ist natürlich genauso mühsam und so erreichen wir nach knapp 3h wieder die LKW´s.
Hätten wir gewusst dass der Weg dermassen beschwerlich ist wären wir wahrscheinlich früh morgens aufgebrochen und nicht erst zur Mittags-Hitze.
Trotzdem – es hat sich auf jedenfall gelohnt.

Nachdem wir wieder bei Kräften waren starten wir zur Piste über Bou Naga nach Atar – fast 500km Wüste.
Wir schaffen heute noch knapp 50km und finden wieder einen traumhaften Übernachtungsplatz an einem See.

17.1.2014 Piste Richtung Atar
63km / 7177km

Wir fahren die Piste weiter Richtung Atar, es geht teilweise nur im Schrittempo voran, die schnellen Passagen lassen 25-30km/h zu.
Wir kommen zu einem Feld mit kleinen, miesen, bewachsenen Buckeldünen und ich setze den Magirus in ein Weichsandfeld.
Wir brauchen zu viert 4 Stunden und alles was wir an Bergematerial dabei haben um den LKW wieder flott zu kriegen – natürlich, wie soll es anders sein – wieder in der Mittagshitze.
Wir schaffen an diesem Tag ganze 63km.
Neben der Piste stellen wir uns zum Übernachten in die Dünen – nach kurzer Zeit kommt ein Pickup heran – wir können in der Dunkelheit nur 2 Turban-Träger auf der Ladefläche ausmachen,
die Machete liegt schon griffbereit hinter der Kabinentür – da gibt sich der Fahrer als Gendarmerie zu erkennen – der war einfach nur besorgt dass wir evtl. ein Problem hätten – also Entwarnung -
aber trotzdem ein gewaltiger Schreck in der Abendstunde.

18.1.2014 Piste Abbruch und zurück bis Aleg
340km / 7517km

Wir rechnen nach und beschliessen die Route zu ändern, da nicht abzuschätzen ist wie lange wir für die Piste bis Atar brauchen würden.
Die großen Dünenfelder stehen noch bevor und bei aktuellem Tempo würden uns die kalkulierten 4-5 Tage nicht ausreichen -
also Piste zurück bis zur Hauptstraße und dann auf Asphalt bis Atar – fast 1000km.
Die Alternative Route über Tidjikdja wären ca. 400km und steinige und holperige Piste – wir machen keine Experimente und nehmen die Asphalt-Route,
da wir in und um Atar noch einige Tage verbringen wollen.
Die Rückfahrt auf der Piste geht unerwartet schnell und so schaffen wir es an diesem Tag noch bis kurz hinter Aleg.
Wir fahren von der Hauptstraße in eine Piste ein und suchen bei Dunkelheit einen Übernachtungsplatz im Busch.

19.1.2014 Aleg – Atar
687km / 8204km

Wir starten um 8:30 Uhr und fahren über Nouakchott, Akjut bis Atar.
Wir erreichen Atar bei Dunkelheit – gut dass wir GPS-Aufzeichnungen von 2007 haben und so ohne Probleme
den Canpingplatz Bab Sahara finden.

20.1.2014 Atar – Zarga
67km / 8271km

Wir planen unser weiteres Vorgehen füllen Wasser und Diesel auf und starten gegen 14:00 Uhr Richtung Chinguetti.
Wir wollen Chinguetti nicht von der Hauptpiste aus anfahren, sondern über Zarga und dann weiter durch die Dünen bis Chinguetti.
Gegen 18 Uhr übernachten wir in den Dünen.

21.1.2014 Chinguetti – Atar
133km / 8404km

Nach dem Früchstück geht es weiter durch die Dünen bis Chinguetti.
Wir erreichen die heilige Stadt des Islam gegen 13 Uhr.
Wir wollen die ALtstadt und die Bibliothek besuchen und so suchen wir einen Führer.
Per Zufall geraten wir and den einzigen englisch sprechenden Guide in der Stadt und so steht einer
Führung nichts mehr im Wege. Wir sehen die Moschee mit den 4 Straußen-Eiern auf dem Minarett und bekommen Einblick in die berühmte
Bibliothek – dort werden über 1000 Jahre alte Bücher und Manuskripte der arabischen Welt aufbewahrt und von Generation zu Generation weitergegeben.
Einfach beeindruckend!

Wir fahren die Hauptpiste zurück nach Atar – auf halbem Weg fahren wir noch zu einem Aussichtspunkt auf den alten Amogjahr-Pass, diesen wollten wir 2007 mit dem LKW befahren,
mussten jedoch 2 Kehren vor Schluss wegen zu schmaler Piste umkehren – jetzt können wir die 2 letzten Kehren sehen und die Stelle an der wir 2007 abbrachen.

Wir übernachten in Atar wieder bei Just und Cora auf dem Bab Sahara.

22.1.2014 Atar – Passe de Tiffojahr
96km / 8500km

Gerda und Torsten gönnen sich 2 Ruhetage auf dem Campingplatz.
Wir wollen über das Valle Blanche den Tiffojahr-Pass und dann am Erg Amatlich vorbei zurück nach Atar fahren.
Wir starten gegen halb 12 und erreichen gegen 14 Uhr den Einstieg zum Pass. Durch Weichsand geht es hinauf bis zur letzten Düne.
Dort enden die Spuren – es ist wohl schon einige Jahre dort keiner mehr gefahren und große Felsbrocken versperren den Weg.
Statt dessen geht eine steile sandige Spur direkt auf´s Hochplateau – Christa checkt den Weg ab und wir beschließen es zu versuchen.
Mit allen Sprren und im 1. Gang mit Untersetzung kriechen wir ohne Probleme hinauf.
Wir fahren auf sandiger Piste weiter – die Piste wird zunehmend steiniger und extrem holprig so dass wir wieder Luft in die Reifen füllen müssen.
Nach einigen km sind große Dünenfelder zu sehen und die Piste verläuft dann wieder weniger nervtötend im Sand.
Gegen 18:00 suchen wir uns einen Nachtplatz in den Dünen.

23.1.2014 zurück nach Atar
278km / 8778km

Nach einer entspannten Nacht in den Dünen teste ich nach dem Früstück noch den Quadrocopter um ein paar Luftaufnahmen von den Dünen zu bekommen.
Wir starten gegen 9:30 Uhr, die Piste folgt einem Flussbett, leider immer weiter südlich und nicht Richtung Westen zur Hauptstraße.
Als sie dann komplett abdreht müssen wir einen anderen Weg suchen. Wir hatten einen Track von 2004, dieser führt jedoch direkt in einen Erg – das war uns mit nur einem LKW zu riskant, also
versuchen wir den Erg am Nordrand zu umfahren, das gelingt auch und wir stoßen auf weitere Fahrspuren.
Auch der Kurs passt wieder und so folgen wir den Spuren. Am Horizont sehen wir ein großes Dünenfeld und hoffen dass die Spuren auch um diese herum führen.
Doch weit gefehlt – die Spuren führen direkt in den Erg. Wir versuchen unser Glück und stellen fest dass der Sand super trägt und so schrauben wir uns bis zu den höchsten Dünen hinauf.
Nach dem Dünenfeld geht es ca. 40km über eine Ebene und wir erreichen die Hauptstraße ca. 25km hinter Akjout. Bis Atar sind es noch 150km Straße.
Wir erreichen Atar gegen halb 6.

24.1.2014 Eisenbahnpiste Richtung Nouadhibou
158km / 8936km

Wir verabschieden uns von Cora und Justus und starten gegen 10 Uhr Richtung Nouadhibou.
Wir haben für die gut 500km Piste rund 2 Tage veranschlagt.
Die ersten 120km Richtung Choum erweisen sich als materialmordende Rüttelpiste, am Magirus muss auch auf halber Strecke eine durchgerüttelete Druckluftleitung geflickt werden. Gegen 15 Uhr erreichen wir Choum, von dort geht es westwärts an der Eisenbahnlinie entlang. Wir folgen unserer GPS-Aufzeichnung von 2007, jedoch führen uns aktuelle Spuren etwa 2km weiter südlich. Als die Piste zu sehr vom Kurs abweicht fahren wir in ein großes Dünenfeld ein. Nach ca. 2 km bemerke ich ein unangenehmes Knacken am Magirus – im tiefen Inneren denke ich dabei an nichts Gutes und vermeide größere Gewaltaktionen die Dünen hinauf. Als ein Weichsandfeld zum Umkehren zwingt geht es den nächsten Anstieg nur mit voller Leistung hinauf und das Knacken hört mit einem lauten Knall auf – die vordere Gelenkwelle hat sich verabschiedet – der Magirus steht nun nur mit Hinterradantrieb auf halber Höhe in einer tiefsandigen Düne – es geht weder vor, noch zurück und wir haben uns bis zu den Achsen eingegraben.
Die Uhr zeigt halb sechs, wir stecken 2km tief in den Dünen – und das ohne Allrad mit 8t LKW – besser kann´s kaum kommen.
Torsten kommt mit dem Mercedes auf eine feste Anhöhe, wir beginnen erst mal zu graben, bauen die vordere Kardanwelle aus um nicht noch mehr Schaden anzurichten und versuchen mit der Winde und den angetriebenen Hinterrädern das Fahrzeug zu bewegen – man glaubt es kaum, aber es rührt sich tatsächlich was….
Wir treiben die Aktion noch soweit voran dass wir die Nacht in einer einigermaßen waagerechten Position verbringen können.
Gegen 21:30 Uhr machen wir Feierabend.
Unser Zeitplan ist damit wohl etwas durcheinander….

25.1.2014 Raus aus den Dünen
6km / 8942km

In der Nacht gehen mir einige Dinge durch den Kopf, immerhin müssen wir den Magirus ohne Allradantrieb aus den Dünen bringen und das Fahrzeug soweit modifizieren dass wir, ohne noch mehr Schaden anzurichten, weiterfahren können.
Torsten hatte wohl die gleichen Gedanken und so beschließen wir die 2km durch die Dünen zurück zu versuchen und dann auf festem Boden die Reparatur durchzuführen. Zu allem Überfluss hat in der Nacht noch ein Sandsturm eingesetzt.
Zuerst müssen noch einige Sandblech-Längen mit Hilfe der Winde zurückgelegt werden, um wieder auf festen Sand zu gelangen. Ich lasse die Luft auf unter 1 Bar aus den Reifen, Torsten fährt voraus um eine einigermaßen feste Spur zu finden und so gelingt es uns, nur mit Hinterradantrieb, den Magirus aus den Dünen zu fahren.
Die Reste der gebrochenen Gelenkwelle schlagen und scharren unkontrolliert herum – an schnelleres Fahren ist nicht dran zu denken – das Teil muss raus.
Wir suchen uns einen geschützten Platz zwischen den Büschen und beginnen unsere Arbeit – die gesamte Nabe muss zerlegt werden um die Gelenkwelle heraus zu bekommen – und der Sandsturm tobt immer weiter. Beim Zerlegen stellen wir fest dass am oberen Achsschenkelllager ein Gleitring zerbröselt ist, da muss also auch noch etwas improvisiert werden.
Gegen halb fünf sind wir so weit dass wir das Ganze wieder zusammenbauen können und sind dann doch schon um halb sieben fertig.
Der Sandsturm tobt immer noch.

26.1.2014 weiter die Eisnbahnpiste
241km / 9183km

Wir kommen um halb neun los, wir fahren gegen Norden bis zur Eisenbahnline und von dort am Bahndamm entlang Richtung Westen. Die Piste ist durch den Sandsturm immer wieder verweht und teilweise kaum zu erkennen. Sie führt anfangs immer wieder durch Sandfelder – dank Hinterradantrieb bleibt der Magirus in einem Weichsandfeld stecken – wir hängen uns kurz an den Benz und kommen gleich wieder frei. So geht es weiter bis wir in einem weitern tückischen Fesch Fesch-Feld versinken. Die Hinterachse sinkt ab und wir stecken nun richtig tief im weichen Sand – das sieht wieder nach richtig Arbeit aus.
Die Besatzung eines auf den Bahngleisen fahrenden LKW´s kommt uns gleich zu Hilfe – die waren zu dritt unterwegs – ein Fahrer und wie es den Anschein hatte,, 2 “Schaufler”.
Als es nur mit graben und Sandblechen aussichtslos war spannen wir wieder den Mercedes davor und ziehen uns mit der Winde auf die Sandbleche – so geht es Blechlänge um Blechlänge langsam voran.
Und der Sandsturm tobt weiter….
Irgendwann war dann einigermaßen fester Boden erreicht und wir konnten den Magirus mit Schwung auf sicheres Terrain bringen.
Wir bedanken uns bei unseren Helfern mit Tee und Handschuhen, eigentlich wollten sie erst gar nichts nehmen für fast 2h schwerer Arbeit.
Da die Sandfelder kein Ende nehmen setzen wir unsere Fahrt auf dem Bahndamm fort – zwar fester Untergrund aber furchtbare Hoppelei – zu große Löcher um schnell genug fahren zu können, dass man die Bahnschwellen nicht mehr spürt – also schlimmer als jede Wellblechpiste.
Irgendwann sieht die daneben laufende Piste wieder befahrbar aus und wir verlassen bei Inan wieder den Bahndamm.
110km vor Bau Lanouar suchen wir uns einen Nachtplatz neben der Piste.

27.1.2014 bis Motel Barbas
260km / 9443km

Wir starten heute um 8 Uhr und die Hoffnung ist, vor der Mittagspause die Grenze zu erreichen. Es sind noch 110km Hoppel-Piste vor uns und dann noch 50km Asphalt bis zur Grenze.
Wir erreichen die Straße um 12 Uhr und sind dann gegen 12:45 an der Grenze.
Die Formalitäten auf der Mauretanischen Seite sind in 30 Minuten erledigt – es gab noch eine kurze Diskussion, da wir unser Zollpapier um 4 Tage überzogen hatten, das war aber in 5 Minuten und ohne Bakschisch geklärt.

Dann kam die Einreise nach Marokko – wir dachten bis dahin sehr gut in der Zeit zu liegen.
Natürlich war mal wieder eine der tollen Rally´s an der Grenze und entsprechend war der Andrang und das Personal wahrscheinlich auch entsprechend gestresst.
Gendarmerie und Police gingen sehr schnell – jetzt kam der Zoll.
Wir gehen ins Büro und haben den Beamten bei was auch immer gestört – er nahm sich Torsten´s LKW sehr genau an.
Ich hatte einen jüngeren, dessen größte Sorge war dass man keinen Alkohol aus Mauretanien einschmuggelt :) :) :)
War aber eigentlich schon alles klar, dann ab ins Büro zum Papierkram erledigen – der kannte den Fahrzeugschein nicht,
und wusste eigentlich auch nicht was für ein Papier er haben wollte – am liebsten einen marokkanischen – den hätte er wohl gewusst wie er aussieht.
Zwischenzeitlich hat Torsten´s “Freund” die Machete entdeckt und beschlagnahmt – jetzt musste natürlich weiter gesucht und irgendwas gefunden werden. Es musste dann auch bei mir noch mal kontrolliert werden, plötzlich waren die Funkgeräte ein riesen Problem usw.
Nachdem die LKW´s dann endlich durch den Röntgenscanner waren durften wir nach 3h weiter ziehen.
Wir tanken nach der Grenze wieder billigen Diesel und fahren noch weiter bis zum Motel Barbas.

28.1.2014 Motel Barbas – Boujdour
558km / 10001km

Abfahrt ist kurz nach 8:00 Uhr weiter Richtung Dakhla und weiter bis Boujdour.Es ist regnerisch und windig. Auße das sich die geflickte Druckluftleitung wieder verabschiedet gibt´s keine weiteren Probleme. Gegen 17:00 Uhr erreichen wir Boujdour. Hier füllen wir nochmals unsere Vorräte auf (Geld, Diesel,Gemüse, etc.)und übernachten dort auf dem Campingplatz. Da wir gerade vor dem Kamelmetzger geparkt haben, mußten wir unbedingt ein Kamelsteak mitnehmen. Es gab dann leckere Spiesschen vom Grill.

29.1.2014 Boujdour – Gouelmim
606km / 10607km

Boujdour verlassen wir um halb Neun und fahren weiter Richtung Laayoon und füllen dort nochmal alle Tanks mit Diesel bevor wir weiter fahren über Tan Tan bis kurz vor Guelmim. Kurz nach Sidi Akhfinnir machen wir beim “Großen Loch” einen Zwischenstopp. Plötzlich fängt es fürchterlich an zu stürmen und regnen. Wir schauen, dass wir weiter kommen, der Laster ist bei dem Sturm kaum auf der Straße zu halten. Wir werden vom schlechten Wetter verfolgt und steuern bei Einbruch der Dunkelheit kurz vor Guelmim eine Auberge an.

30.1.2014 Guelmim – Marrakech
464km / 11071km

Wir verlassen die Auberge kurz nach 8:00 Uhr und hoffen um 17:00 Uhr in Marrakech zu sein. Hinter Tiznit ist die Straße recht gut ausgebaut. Wir überholen mehrere LKW´s plötzlich feht der Mercedes im Rückspiegel. Wir fahren rechts ran und warten. Als sich auch nach 10 Minuten nicht´s tut, suchen wir eine Wendemöglichkeit und fahren zurück. Nach 2-3 km steht der Mercedes am Straßenrand und Torsten liegt darunter. Die Diagnose ist einfach, das linke Vorderrad ist platt. Wir beschließen an Ort und Stelle einen neuen Schlauch einzuziehen, und fast in Formel 1-Tempo sind wir in 1 1/2 Stunden wieder startklar. Pünktlich zum Rush-hour erreichen wir Marrakech. Es geht bei Dunkelheit durch das Getümmel bis wir gegen 19:00 Uhr unseren bekannten Übernachtungsplatz mitten in der Stadt erreichen. Wir machen noch einen Bummel durch den Souk und den Place Djamâa El-Fna und essen hervorragend in einer der Garküchen.

31.1.2014 Marrakech – ALgeciras
699km / 11770km

Am nächten Morgen wimmelt der ganze Platz nur so von Polizisten und Polizeifahrzeugen und so kommen wir mit einer halben Stunde Verspätung los. Wir verlassen Marrakech und fahren auf der Autobahn über Casablanca und Rabatt nach Tanger med. Da die Fähre eh erst um 22:00 Uhr abfährt, erlauben wir uns einen Zwischenstopp in Asilah zu machen. Wir machen einen Bummel durch die Altstadt und testen eines der Restaurant´s. Das Essen war preislich im Rahmen ist aber weder im Geschmack noch in der Qualität zu empfehlen.Wir machen uns um 19:00 Uhr weiter auf den Weg zum Hafen. Um halb neun erreichen wir die Einfahrt des Hafengeländes. Die Zehn-Uhr-Fähre geht erst um Zwölf und hat noch eine Stunde Verspätung so erreichen wir Algeciras erst um 2:00 Uhr morgens. Da die Spanier die Spur für EU-Bürger eingespart haben, sind wir dann doch schon nach 1 1/2 Stunden aus dem Hafengelände. Nicht auszudenken wie lange man steht, wenn mehr als 10 Autos vor einen sind. Der Parkplatz am Hafengelände bleibt wegen Wucherpreisen für uns geschlossen und so fahren wir noch einige Kilometer Autobahn und übernachten an der 1. Tankstelle.
1.2.2014 Algeciras – Valladolid
783km / 12553km

Nach 4 Stunden Schlaf geht´s um 9:00 Uhr weiter Richtung Heimat. Wir fahren über Sevilla nach Caceres und erledigen wie üblich im Carrefour unsere Einkäufe. Es geht weiter über Salamanca bis kurz nach Valladolid und wir übernachten bei einer Tankstelle.

 

 

 

Burkina Faso 2012/13

Dezember 25th, 2012

25.12.2012 Letzte Vorbereitungen

Der Frühlings-Einbruch mit +15°C im Dezember kommt uns absolut gelegen um letzte Arbeiten am LKW zu erledigen und das Fahrzeug mal bei angenehmen Wetter zu beladen.

Donnerstag, 27.12.2012 Abfahrt

Morgens um sechs sind wir schon auf den Beinen.

Es sind noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen und einiges muss noch im Truck verstaut werden. Doch der Dauerregen und der Sturm machen schwer zu schaffen. Es wird fast nachts halb zwölf bis wir endlich auf die Autobahn fahren. Dank Starkregen und Wind verlieren wir nach 2 Stunden die Lust am Fahren und steuern einen Rastplatz an.

 

Freitag, 28.12.2012  bis Bordeaux     

1128km / 1128km

Wir nehmen die Route-Express über Chalon, Moulins, Angouleme bis Bourdeaux.Ca. 30 km vor Bordeaux übernachten wir auf einer Raststätte, die wir gegen 21.30 Uhr erreichen Es fehlen ca. 200 km zum gesteckten Tagesziel.

 

Samstag, 29.12.2012 bis Algeciras    

1397km / 2525 km

Heute müssen wir früh aufstehen und sind schon um 5.00 Uhr unterwegs Richtung Bayonne. Die Route führt uns über San Sebastian, Burgos, Valladolid, Salamanca, Caceres, Sevilla bis Algeciras. In Caceres machen wir einen Zwischenstopp im Carrefour und füllen unsere Vorräte mit spanischem Schinken und Getränken auf.

Spät nachts um 1.30 Uhr erreichen wir unser Tagesziel Algeciras.

 

Sonntag, 30.12.2012 bis Settat          

510km / 3035km

Um 8.30 Uhr  stehe ich vor Carlo`s Ticketbude (man hat ja im Jahr zuvor dazugelernt, man steht lieber eine halbe Stunde vor der Türe, als sich in eine Reihe französischer Tupperwagen-Piloten zu stellen). Kurz nach Neun halte ich unsere Tickets in der Hand und wir erwischen noch die 10Uhr-Fähre nach Tanger.

Gegen 12.00 Uhr betreten wir marokkanischen Boden. Eine gute Stunde später verlassen wir nach relativ zügiger Zollabfertigung das Hafengelände.

Da Sonntag ist und angeblich alle Supermärkte geschlossen haben, versuchen wir an einer kleinen Teleboutique unseren Internet-Stick aufzuladen. Dies sollte per SMS funktionieren und 200 Dirham /Monat kosten – funktioniert hat es trotz sofortiger Reklamation nicht! Ich gehe davon aus, dass sich der Marokkaner von unserem Geld einen schönen Tag gemacht hat.

Resümee: 2 Stunden verplempert – 200 Dirham ärmer – kein Internet.

Wir fahren weiter Richtung Tanger, bunkern Treibstoff und stellen fest, dass die Supermärkte geöffnet hätten und das die Metro nicht mehr existiert.

Gegen 15.30 Uhr Ortszeit fahren wir auf die Autobahn Richtung Agadir.Ca. 100 km vor Marrakech auf der Höhe von Settat suchen wir uns einen Nachtplatz.

Ankunft 20.30 Uhr.

 

Montag, 31.12.2012 bis Sidi Akhfinir       

795km  / 3830km

Um 6.00 Uhr ist Abfahrt und es geht auf der Autobahn über Marrakech bis Agadir. Hier füllen wir im Metro unsere Getränke auf und fahren weiter über Tiznit, Guelmim bis Tan Tan.

In den Bergen zwischen Tiznit und Guelmim ist es dann passiert:

Wir überholen nach einer Bergkuppe einen kriechenden LKW  und lassen es bergab ein bisschen laufen bis wir, unten angekommen, von einem netten Mann in Uniform gestoppt werden. Die Marokkaner verfügen mittlerweile über  ganz schön moderne Technik, ich konnte auf dem Filmchen ganz deutlich sehen, wie unser Truck mit 84 km/h statt der erlaubten 60 km/h über eine wunderschöne, durchgezogene Linie fuhr und dabei den marokkanischen LKW hinter sich ließ. Das fand der Herr Wachmeister gar nicht lustig und rechnete mir vor 700 DH für die schöne Linie und 500 DH für etwas zu schnell. Nach zähen Verhandlungen einigen wir uns auf 200 DH ohne Quittung…Wir verbuchen diesen Betrag als „Straßenbenützungsgebühr“ .

Wir verbringen den Silvesterabend auf einem  uns bekannten Stellplatz ca. 100 km hinter Tan Tan direkt am Meer.

An dieser Stelle wünschen wir allen Freunden, Verwandten, Mitlesern und zu Hause gebliebenen ein glückliches Neues Jahr!

 

Dienstag, 01.01.2013 Sidi Akhfenir bis Dakhla

757km  / 4585km

Am Neujahrmorgen lassen wir es ruhiger angehen als die Tage zuvor und machen uns erst kurz nach 9 auf den Weg.

Wir fahren über Tarfaya, Laayoun, Boujdour bis durch die Westsahara bis Dakhla.

Wir erreichen den Campingplatz um 20:15 Uhr.

Mittwoch, 02.01.2013 Dakhla bis Nouadhibou

430km  / 5015km

Wir starten um 8:30 Uhr und erreichen um 14:00 Uhr die Grenze zu Mauretanien.

Auf  marokkanischer Seite durchlaufen wir den Röntgen-Scanner und die Marokkaner wollen uns aus purer Menschenliebe allen Alkohol abschwatzen da der ja in Mauretanien stregstens verboten ist und von ihnen “vernichtet” werden muß.

Gut dass der Stoff nicht in Flaschen verpackt ist – einzig unser beiden 1L-Bierflaschen hat er auf dem Scanner gesehen,

jedoch im Laster nicht gefunden. Trotz allem verläuft die Abfertigung zügig und wir erreichen 1h später den mauretanischen Grenzposten. Auch hier läuft es echt zügig, nicht einmal Fragen nach Alkohol (wahrscheinlich verlassen die sich auf ihre marokkanischen Kollegen), aber natürlich werden kleine Geschenke immer gerne angenommen, und so erreichen wir   um 17:00 Uhr Noudhibou und probieren einen anderen Campingplatz (Baie de Lavries) aus, zwar im Zentrum der Stadt gelegen, jedoch sehr klein und von einem unsympatischen Mauretanier geführt – das nächste Maöl geht es wieder zu Camping Abba.

Auf dem Platz reparieren wir noch eine abgebrochene Auspuff-Halterung.

Donnerstag, 03.01.2013 Nouadhibou bis Nouakchott

485km  / 5500km

Abfahrt ist heute um 11:30 Uhr und wir erreichen nach unspektakulärer Fahrt um 18:00 Uhr bei Enbruch der Dämmerung unseren bekannten Platz Terghit Vacances in Noakchott direkt am Meer. Von weitem ist schon  unser Freund Omar an seinem breiten Grinsen zu erkennen. Es gibt wieder leckeren Fisch und wir lassen den Abend mit einem Gläschen unseres guten geschmuggelten Weins ausklingen.

 

Freitag 04.01.2013 Nouakchott bis St. Louis

288km  / 5788km

Wir lassen noch einige Kleidungsstücke und Kinder-Spielzeug bei Omar, eh wir mit ihm auf den Schwarzmark fahren um Geld zu tauschen. Gegen Mittag verlassen wor Nouakchott in Richtung Senegal. Wir fahren wieder über den Damm nach Diamma durch den Nationalpark. Auf der Piste hängt unsere Leiter-Halterung im Reifen ein und es sind ein paar Modifikationen notwendig – gut das es eine Druckluft-Flex gibt. Die Piste  besteht aus üblem Wellblech, immer wieder durchzogen von tiefen Löchern und in einem dieser muss es wohl passiert sein – als wir den Grenzposten erreichen und ums Auto laufe stelle ich fest, dass das Heck ziemlich tief hängt. Wir schaune dass wir möglichst schnell die Grenzformalitäten erledigen und nach St. Louis kommen. Auf mauretanicher Seite müssen wir an jeder Station 10 EUR berappen, warum auch immer – das war mir in der Situation einfach egal und ich hatte keinen Nerv zum Feilschen – auf senegalesicher Seite läuft alles korrekt ab, unser Freund vom letzten Jahr stempelt uns sogar direkt das Carnet ab, was uns den Weg nach Dakar erspart.

Wir fahren mit 30km/h nach St.Louis auf den Camping Ocean, es ist schon dunkel und wir lassen die Kiste erst mal stehen.

Samstag  05.01.2013 bis Dienstag 08.01.2013 Zwangspause in St. Louis

0km  / 5788km

Samstag morgen schauen wir uns das Elend an -  die Kabinen-Lagerung hat etwas abbekommen und die hinteren Luftbälge hat es zerlegt. Es sieht nach ziemlich Arbeit aus. Mit Druckluft-Flex und -Bohrmaschine und Schweißgerät  machen wir uns ans Werk, gut dass wir das Elektro-Werkzeug zu Hause gelassen haben, so dauert alles eben etwas länger….

und so geht es morgen hoffentlich wieder auf die Pise.

 

Mittwoch 09.01.2013 wieder auf Tour – St. Louis Richtung Tambacounda

291km  / 6079km

Der Wecker klingelt früh um 6, wir packen zusammen, verräumen und verzurren unsere Ladung und machen uns gegen 11 Uhr auf den Weg. Wir verlassen St. Louis in Richtung Touba uns suchen uns nach 290 km einen Übernachtungsplatz im Busch.

Unsere Reparatur scheint erst mal zu halten.

Donnerstag 10.01.2013 Über Tambacounda bis Mako

483km  / 6559km

Wir starten um 8:30, erreichen gegen 10:30 Uhr bei Kafferine die Hauptstraße nach Tambacounda, wo wir gegen 13:30 ankommen. Wir gehen zur Bank und füllen im Depot unseren Bier-Vorrat auf.

Die Fahrt geht weiter Richtung Niokolo Koba, wo wir an der Rangerstation vom Park übernachten wollten, da dies aber nicht mehr möglich ist fahren wir weiter bis Mako, wo wir ein schönes Camp direkt am Gambia-River finden.

Trotz teilweise schlechter Straßen und Piste – die Reparatur  hält.

Freitag 11.01.2013 Von Mako bis Bamako

617km  / 7176km

Um 9:00 Uhr fahren verlassen wir unseren schönen Stellplatz am Fluss und fahren über Kedougou auf bester Straße Richtung Grenze zu Mali. Die Formalitäten verlaufen zügig und problemlos, trotzdem sollte man 1 ½ Stunden einplanen. So erreichen wir erst um 21:00 Uhr den Campingplatz Sleeping Camel in Bamako direkt neben der deutschen Botschaft und müssen die letzten 2 ½ Std. Fahrt im Dunkeln zurücklegen.

Wir hatten uns an der Grenze extra noch zur Situation in Mali erkundigt, Mittags um  12 war die Welt noch in Ordnung.

Als wir im Sleeping Camel wieder ins Internet schauen konnten, sollten uns die Tages-Geschehnisse einholen.
Die Rebellen und Terroristen im Norden des Landes starteten an diesem Tag eine Offensive Richtung Mopti und drohten mit Vorstoss bis nach Bamako – daraufhin begann Frankreich mit einem Militäreinsatz. Das gab uns Hoffnung und wir beschlossen am nächsten Tag weiter Richtung Burkina Faso zu fahren.


Samstag 12.01.2013 Von Bamako bis hinter Sikasso

404km  / 7580km

Wir nutzen noch die Internetverbindung um uns mit aktuellen Informationen zu versorgen und starten gegen 11:30Uhr in Richtung Sikasso / Grenze zu Burkina Faso.  Wir verlassen das Sleeping Camel, biegen auf die Haupstraße ein und werden nach 150m Fahrt durch eine Polizeikontrolle gestoppt. Christa gibt dem Wachtmeister die Papiere und die Diskussion beginnt. Führerschein und Fahrzeugschein verschwinden in die Tasche des ….en, er fragt nach dem Laisser Passer – haben wir nicht, da wir mit Carnet eingereist sind und so beginnen die Verhandlungen. Carnet nicht gültig…blablabla, gültig aber angelaufen (nach 1Tag!) blablabla…, ein älterer B…le wird hinzugezogen, dann verliere ich  (eine halbe Stunde später) die Geduld und verfalle in einen Schreikrampf – diese Sprache verstehen sie anscheinend besser, auch in schwäbisch – der alte hat jetzt einige Schimpfwörter dazugelernt und der andere händigt mir plötzlich meine Papiere aus – es war also lediglich ein Versuch um abzuzocken, wobei die Polizei in Bamako derzeit für dieses Vorgehen bekannt ist.

Wir schauen dass wir möglichst schnell die Stadt verlassen, irgendwie liegt eine gewisse Unruhe in der Luft.

Die weitere Fahrt verläuft ohne Zwischenfälle, auch die Kontrollen unterwegs verlaufen freundlich und korrekt, es sind also tatsächlich nur die Straßenpolizisten in Bamako, die auf der Abzocke-Tour reisen.

Wir suchen uns 30km hinter Siakasso einen Übernachtungsplatz im Busch und haben am nächsten Tag noch etwa 10km bis zur Grenze.

Sonntag 13.01.2013 Sikasso – Sindou

105km  / 7685km

Wir starten um 9:00 Uhr in Richtung Grenze.

Das ist die lockerste und entspannteste Grenze die wir bisher auf unseren Afrikatouren erlebt haben, sowohl auf Mali als auch auf Burkina Faso – Seite. Einer der malischen Grenzer kann sogar etwas deutsch und so entwickelte sich ein wirklich angenehmes und nettes Gespräch.

Kurz nach der Grenze in Koloko biegen wir nach rechts auf die Piste nach Sindou ab. Die Piste ist anfangs schmal und holperig – wieder mal ein Test für unsere Reparatur. Die Piste wird bald breiter und besser und ist links und rechts von Bäumen gesäumt – man fährt praktisch immer in einer Allee und immer schön im Schatten. Nach 75 landschaflich wunder schönen Pistenkilometern erreichen wir Sindou, wo sich bizarre Felsformationen befinden.

Wir übernachten in einem Campement nahe der Sindou-Pics.

Wir stellen fest, dass in Burkina Faso werder das Thuraya -Satellitentelefon noch das deutsche Handy funktionieren und so besorgen  wir uns  eine nationale SIM-Karte.

Montag 14.01.2013 Sindou – Banfora – Lake Tengrala

63km  / 7748km

Unsere heutige Etappe wird recht kurz und so reicht es locker um 9 Uhr zu starten. Wir machen noch einige Bilder von den Sindou-Pics und fahren auf der Piste weiter bis Banfora um zu tanken, Geld zu tauschen etc.

Da wir gerade zur Mittagszeit in Banfora sind beschließen wir den hiesigen McDonald´s zu probieren, der hat mit der Frittenbude in Europa gar nichts zu tun, sondern ist ein preiswertes, gutes afrikanisches Restaurant mit besonderem Flair.  Die Wahl fällt auf ein Pfeffersteak vom Rind, wider Erwartens zart und saftig und das Ganze für 4 EUR.

Nach diesem ausgiebigen Mahl fahren wir die 6km zurück zum Lake Tengrala, dort soll man Hippos aus nächster Nähe beobachten können. Wir übernachten im Camp am See und verschieben die Pirogenfahrt auf den nächsten Tag, da früh morgens die Beste Zeit zum Hippo-Watching ist.

Die Ereignisse in Mali sollten uns noch an diesem Abend einholen – die Terroristen sind trotz französischer Bombardements weiter in den Süden vorgerückt. Wir schauen nach Alternativen für unser Rückreise – es bleibt die Durchquerung von Mali oder ein Umweg über Elfenbeinküste und Guinea, wobei die Visabschaffung ein Problem ist, Elfenbeinküste ist wohl in Ougadougou zu bekommen, Guinea muss aber in Abijan in der Elfenbeinküste beantragt werden – das würde bedeuten das gesamt Land zu durchqueren und wieder zurück in den Norden zu fahren.

Eigentlich wollten wir wenigstens noch weiter bis Boromo fahren um die Elefanten zu sichten, wir beschließen jedoch in dieser Nacht gleich morgen nach der Hippo-Tour zurück nach Mali auszureisen.

Dienstag. 1501.2013 Lake Tengrala – Bamako oder “taktischer Rückzug”

539km  / 8287km

Morgens um 6 starten wir zu einer Pirogenfahrt auf dem See, bei Dunkelheit geht es los und wir fahren in der Morgendämmerung hinaus zu den Hippos. Wir treffen eine ganze Hippo-Familie, bestehend aus 10-12 Tieren un nähern uns diesen bis auf wenige Meter – ein einmaliges Erlebnis.

Leider hat uns die Realität bald wieder eingeholt, als wir kurz nach 8 zurück am Campement sind rufe ich unseren Freund im Sleeping Camel in Bamako an und erkundige mich über die aktuelle Lage – es ist soweit alles ruhig, die Grenzen sind noch geöffnet und so machen wir uns um 9 auf den Weg nach Bamako.

Wir erreichen um 11:30 Uhr den ersten Grenzposten und betreten 1h später malischen Boden – die Grenzer waren etwas erstaunt uns schon wieder zu sehen – hatten aber bei den Vorfällen in Mali absolutes Verständnis für unser Tun. Auch diesmal verläuft der Grenzübertritt zügig und völlig relaxt. Alle Kontrollposten in Mali winken uns durch und unser Freund vom Camp in Bamako hält auch tagsüber immer wieder Kontakt zu uns.

Kurz vor Bamako treffen wir noch auf einen übereifrigen Polizisten, der das ganze Auto gründlich kontrollieren wollte, bis ein Militärpolizist dazu kam und ihm laut und deutlich erklärte was seine “Mission” sei. Der Militärpolizist entschuldigete sich bei mir und wir durften ungehindert weiter fahren.

Gegen 19:00 Uhr, wie immer bei Dunkelheit, erreichen wir das Sleeping Camel. Wir durchsuchen d as Internet nach aktuellsten Informationen und erfahren, dass wohl die Gaefahr besteht dass die Landesgrenzen geschlossen werden. Diese Info verhalf uns zu einer eher unruhigen Nacht.

Mittwoch, 16.01.2013 Bamako – Mako (Senegal)

617km  / 8904km

Unser gestecktes Abfahrtsziel mit 6:00 Uhr wird übertroffen und wir machen uns schon um 5:30 auf den Weg. Um diese Zeit herrscht praktisch Null Verkehr und auch die nervigen Polizisten sind um die Zeit noch zu faul um Touristen zu belästigen.

So brauchen wir nur 1h um Bamako und Kati zu durchqueren. In Kati sind an den Militär-Camps Panzer und schweres Gerät in Stellung gebracht. Wir geben dem guten Magirus die Sporen und schauen so schnell wie möglich zur Grenze zu kommen.

Es sind in unserer Richtung ab und zu ein paar LKW´s unterwegs, seltsamer Weise kommt jedoch praktisch nichts entgegen. Wir erreichen gegen13:00 Uhr die Grenze zu Senegal – Erleichterung macht sich breit  als wir sehen, dass diese geöffnet ist. Um 14:00 Uhr sind wir wieder auf senegalsesischem Boden und alle Grenzformalitäten erledigt. Wir fahren weiter bis Kedougou, da wir dort keine anständige Übernachtungsmöglichkeit (entweder ist das Camp nichts oder wir passen nicht hinein) finden fahren wir die 40km weiter bis Mako in unser bekanntes Camp am Gambia. Dort werden wir herzlich empfangen – die Leute reagieren etwas erstaunt, nachdem wir erzählt haben, dass wir früh um 6 noch in Bamako waren….

Gleich nach dem Aussteigenvernehmen wir  ”Hippo-Gedröhne” – es vergnügt sich doch tatsächlich eine Hippo-Familie einige hundert Meter vom Camp entfernt im Wasser des Gambia. Wir bauen unseren Grill auf und bekommen noch Gesellschaft vom Nachtwächter – wir laden ihn zum Essen ein und es werden noch einige Gläser Wein geleert.

Donnerstag, 17.01.2013 Mako – Dindefelou

84km  / 8988km

Wir lassen es, nach den letzten aufregenden Tagen, heute etwas ruhiger angehen. Nach gemütlichem Frühstück am Gambia-River starten wir erst um 11:30Uhr. Hinter Kedougou soll es einen schönen Wasserfall geben, also fahren wir zurück nach Kedougou, dort besorgen wir uns einen Surf-Stick, der hier sogar im letzten Winkel hervorragend funktioniert. Im Camp treffen wir noch eine Gruppe Franzosen von denen wir gesagt bekommen, dass Mali seine Grenzen zwischenzeitlich geschlossen hat.
Von Kedougou aus  nehmen wir die Piste Richtung Salemata im Bassari-Land und zweigen nach ca. 20km Richtung Südwesten ab. Auf holperiger Piste geht es dann weiter über Segou bis Dindefelou. Da es um 16:30 Uhr zu spät sit zum Wasserfall zu laufen, machen wir noch einen  Rundgang durchs Dorf und verschieben den Wasserfall auf morgen.

Freitag, 18.01.2013 Dindefelou – Etiolo

92km  / 9080km

Nach dem Frühstück brechen wir auf um den Wasserfall zu besichtigen. Die Angaben verschiedener Reiseführer belaufen sich auf 15 – 45 Minuten Fußmarsch – daraus wurden  jedoch gut eine Stunde durch Urwald  und Geröll, einem Bachlauf entlang –  dafür wurden wir mit einem großartigen Anblick belohnt. Nach einer knappen Stunde brechen wir zum Rückweg auf.

Zurück am Laster fahren wir die Piste von gestern wieder zurück und nehmen dann die Hauptpiste weiter Richtung Salemata Richtung Bassari-Land, das wir aus einer unserer vorherigen Reisen schon kennen. Eigentlich wollten wir uns einen Nachtplatz im Busch suchen, es hat sich aber nicht so richtig ergeben und so fahren wir an diesem Tag gleich weiter bis Etiolo. Die letzten 9km erweisen sich als wahrhaftige Trial-Strecke über Felsen, durch Bachläufe und zwischen viel zu eng „gepflanzten“ Bäumen hindurch und so brauchen wir für die 9km ca. 1 ½ Stunden. Bei Anbruch der der Dunkelheit erreichen wir dann schließlich Etiolo, die Bewohner dort erinnern sich sofort wieder an uns oder unser Ungetüm.

Samstag, 19.01. Etiolo – Ekesse – Etiolo

20km  / 9100km

Wir schlafen erst mal aus und besichtigen anschließend das Dorf. Da für den Nachmittag / Abend ein Bassari-Fest in einem Nachbardorf nagekündigt ist beschließen wir eine weitere Nacht hier  zu verbringen. Wir genießen das Dorfleben und fahren gegen 4 Uhr Nachmittags durch den Busch in das Dorf Ekesse, nahe der Grenze zu Guinea. Die Piste dort hin gleicht wieder einer Trial-Strecke und ist eigentlich für den Magirus etwas zu schmal. Dort angekommen können wir einer Bassari-Zeremonie beiwohnen . Es werden, soweit wir es verstanden haben die Masken der umliegenden Dörfer hier gereinigt und „eingelagert“, was ein riesiges Fest zur Folge hat. Das Ganze war äußert interessant, zumal es keine Touristen-Veranstaltung war.

Gegen 9 Uhr fahren wir bei Dunkelheit zurück nach Etiolo.

Sonntag 20.01. Etiolo – Wassadou

260km  / 9360km

Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von den Dorfbewohnern, schaukeln zurück zur Hauptpiste und fahren zurück nach Kedougou. Dort frischen wir unsere Vorräte auf und fahren auf der Straße Richtung Tambacounda zurück bis Wassadou. In Niokolo Koba fragen wir noch die Ranger ob der Park zwischenzeitlich mit Hund besucht werden darf – negativ – also fahren wir gleich weiter ins Camp. Die erreichen wir gerade kurz nach Sonnenuntergang. Aus dem geplanten Bootstrip am nächsten Tag wird nichts – das Boot hat ein Loch, und insgesamt hat das Camp nicht mehr den Flair von vor 3 Jahren, es ist alles viel größer angelegt und mehr auf Pauschal-Tourismus ausgelegt, entsprechend sind zwischenzeitlich auch die Preise.

Montag 21.01. Wassadou – Basse

164km  / 9524km

Der eigentliche Plan war in den nächsten 3-4 Tagen in die Cassamance zu fahren und anschließend quer durch Gambia zurück in den Senegal zu fahren. Hinter Wassadou nehmen wir eine Piste zur Abkürzung  und sparen uns dadurch die ca. 60km bis Tambacounda zurückzufahren. Wir kommen auf  die ausgezeichnete Hauptstraße Richtung Guinea – nach dem Abwzeig zur Cassamance Richtung Velingara wird sie allerdings dermaßen schlecht, dass wir nur noch mit Schrittempo vorwärts kommen. Es reihen sich tiefe Schlaglöcher und wir haben schon Zweifel, ob unsere Reparatur das Ganze übersteht – bis in die Cassamance sind es über 400km. Die Hoffnung war, dass sich die Straße nach Vellingara bessert – es blieb allerdings bei der Hoffnung – nach 20km brechen wir ab und beschließen Gambia eine 2. Chance zu geben. Kurz vor Velingara übersehe ich einen Speed-Breaker und ahne schlimmes – Die Reparatur verlang nach einer Nachbesserung. In Velingara finden wir einen guten Schweißer und fahren nach einer knappen Stunde weiter Richtung Gambia.

An der Grenze angekommen werden wir wie alte Bekannte begrüßt (wir übernachteten letztes Jahr am Grenzposten und sind hier anscheinend schon gut bekannt)  und so laufen alle Formalitäten bevorzugt und zügig ab. Wir nehmen die Chefin der Drogenbehörde mit in die Stadt, was natürlich alle Kontrollen unterwegs stark beschleunigt. Für die Nacht hat uns ein Drug-Officer einen Stellplatz bei seinem Haus angeboten – wir treffen uns mit ihm nach Dienstschluss – es gibt Spagetti mit Rindfleisch-Soße, Bier  für uns und Coke für unseren Drug-Officer.

Dienstag 22.01.  Basse – Tendaba

232km  / 9756km

Die Moschee neben an raubt uns schon bald den Schlaf, ebenso wie der Hahn auf dem Nachbargrundstück. Wir fahren  zurück in die Stadt, wechseln Geld, kaufen Bier und schicken Michael noch eine Email dass wir Bands in Tendaba sind (wir wollten uns eigentlich erst in Dakar treffen).

Ich nehme mir vor, alle Kontrollen (und es sind viele, wii wir vom Vorjahr wissen) freundlich lächelnd zu begrüßen – weil Gambia = Smiling Coast of  Africa.  Und siehe da – es klappt hervorragend. Bis auf eine – mit einem eifrigen Drug-Officer, der das ganze Auto durchwühlen wollte und Christa ziemlich auf die Palme gebracht hat. Nach ein paar Minuten greife ich ein, frage ihn ob er unseren Freund vom Vortag kennt und plötzlich war alles OK – gut wenn man Freunde hat…

Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Kontrollen dieses Jahr weniger nervig sind.

Wir erreichen gegen 16:30 Uhr Tendaba – 5 Minuten nach Michael, fast wie abgesprochen.

Mittwoch 23.01.  Tendaba – Brikama – Tendaba

246km  / 10002km

Nach dem Frühstück unternehmen wir eine Progenfahrt durch die Mangroven-Sümpfe, wir bekommen eine Vielzahl von Vögeln zu sehen, für das einzige Krokodil war der Fotgraf leider zu langsam.

Gegen Mittag machen wir einen Ausflug ins 125km entfernte Brikama und wollen dort den Kunsthandwerker-Markt besuchen. Einige Souvenirs sind wir nach 6 wieder zurück im Tendaba-Camp.

Im Camp ist derzeit ein Kongress und daher ist es vorbei mit der Ruhe und Idylle.

 

Donnerstag 24.01.  Tendaba – Kudang

128km  / 10130km

Um 6 ist es vorbei mit der Ruhe, auf dem Parkplatz ist wg. der Tagung ein Spektakel dass an weiterschlafen nicht zu denken ist. Das nächste mal wissen wirs – Tendaba = Tagung à Übernachtung irgendwo anders! Unser Herr von der Rezeption, der für einen angenehmen Aufenthalt sorgen sollte war total unhappy als er hört das wir unhappy sind und rückte mir nicht mehr von der Pelle bis ich ihm sagte dass ich wieder happy bin, weil, wenn wir unhappy sind ist auch er unhappy….

Wir verabschieden uns von Michael +  Deike  und verabreden uns am nächsten Tag in Kayar, kurz vor Lac Rose. Wir wollen versuchen eine Bootsfahrt um Baboon-Island zu  organisieren. Das sind 3 Inseln im Gambia-River auf denen amerikansiche Forscher Schimpansen angesiedelt haben. Wir nehmen den GPS-Track vom Vorjahr zur Rangerstration und haben das Glück, dass wir uns einer Gruppe von 4 Holländern anschließen können. Auf das Boot passen 6 Personen und es gibt nur eines davon, welches um 16:00 Uhr zum 2-stündigen Trip um die Inseln startet. Diese Fahrt sollte zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Wir verbringen die Nacht auf dem Hügel vor der Ranger-Station im Busch.

Freitag 25.01.2013  Kudang – Lac Rose

461km  / 10591km

Bei Tagesanbruch fahren wir die Piste zurück zur Straße Richtung Georgetown. An einem Baumstumpf bleibe ich mit dem Auspuff hängen, so dass wir erst mal 30 Minuten Zwangspause machen.

Wir erreichen gegen 10 Uhr Georgetown und können schon nach 15 Minuten ans Nordufer übersetzen. Die Fahrt geht am Nordufer entlang bis Farafenni und dort über die Grenze zurück in den Senegal. Die Kotrollen am Nordufer gestalten sich nervig und penetrant wie wir es letztes Jahr im gesamten Land empfunden haben – da hilft auch kein Lächeln und so verlieren wir mindestens 1 Stunde.

Gegen 12 Uhr erreichen wir die Grenze und nach nur 15 Minuten sind alle Formalitäten erledgt.

Die Straße bzw. Piste bis Kaolak ist in einem desolaten Zustand, auch nach Kaolak sind die nächsten 80km absolut übel zu fahren und so erreichen wir erst gegen 19 Uhr Kayar.  Wir finden Michael und Deike am Ortsausgang Richtung Lac Rose und fahren bei Dunkelheit die ca. 20km am Strand entlang bis Lac Rose.

Samstag 26.01.2013 Lac Rose – Zebra-Bar

160km / 10751km

Nach dem Frühstück werden wir von den Souvenier-Händlern überfallen, wir lassen uns natürlich dazu hinreißen – es wird gefeilscht, getauscht und gekauft….

Wir wollen die Strandpiste bis hinauf zur Zebrabar fahren und die Ebbe lässt uns etza ein Zeitfenster von 13 bis 18 Uhr. Die Fahrt verläuft zügig, besser als auf jeder Straße und so sind wir bereits gegen 15:30 Uhr am Ende der Strandpiste angelangt. Dort ziehen wir noch einen UN-Mitarbeiter, der seinen Nissan im Sand versenkt hat wieder auf festen Untergrund. Unterwegs halten wir noch an und kaufen einen leckeren Fisch fürs Abendessen. Wir lassen den Abend dann mit Deike und Michael bei Fisch, Bier und Wein in der Zebrabar ausklingen.

Sonntag 27.01.2013 Zebra-Bar

0km / 10751km

Wir beschließen einen Tag in der Zebra-Bar bei St. Louis zu verbringen, da, wenn wir Sonntags über die Grenze nach Mauretanien fahren, das Versicherungsbüro ohnehin geschlossen sein wird und wir dann ohne Versicherungsschutz bis Nouakchott fahren müssten und uns Montags erst eine Kfz-Versicherung besorgen müssten. Also verbringen wir den Tag mit Nichtstun und unternehmen am Nachmittag eine Kajak-Fahrt in die Lagune hinaus.

Montag 28.01.2013 Zebra-Bar – Nouakchott

294km / 11045km

Um 8:30 Uhr füllen wir noch unseren Wassertank und machen uns dann gemeinsam mit Deike + Michael auf nach Diamma zur Grenze. Die Formalitäten verlaufen wie gewohnt zügig, die Forderungen nach „Bearbeitungsgebühr“ werden ausgesessen oder wegdiskutiert. Mein alter Freund an der Brücke verlangt plötzlich 30EUR statt der 20EUR bei der Einreise. Dann zaubert Christa  den Beleg vom Vorjahr mit 4000CFA (ca. 6 EUR) hervor, mit unserer Autonummer und seiner Unterschrift darauf – dann eben so.

Wir fahren weiter die Piste über den Damm, wegen des Schadens am LKW  diesmal etwas langsamer und beschaulich, wir sind aber gut in der Zeit und erreichen am Abend Nouakchott. Wir gehen wieder zu Omar auf unseren bekannten Campingplatz und verabreden uns für den nächsten Morgen mit Deike +  Michael.

Dienstag  29.01.2013 Nouakchott – >Dakhla

796km / 11841km

Kurz vor halb neun treffen wir uns mit Deike +  Michael an der Auberge Sahara und fahren noch gemeinsam bis zum Abzweig zur Grenze nach Marokko. Gegen 15:00 Uhr trennen sich unsere Wege, wir nehmen den Abzweig hoch zur Grenze während Deike +  Michael noch einen Tag in Noudhibou verbringen. Die Formalitäten auf mauretanischer Seite verlaufen zügig in 30 Minuten und so kommen wir um 16:00 Uhr am marokkanischen  Posten an. Hier wird die Abfertigung immer chaotischer – Gendarmerie trägt Passnummern ein, dann zur Police, dann zum Röntgen-Scanner, aber zuerst zum Zoll, grünen Zettel fürs Auto besorgen, mit dem zurück zum Scanner, dann mit Auto und Zettel zur Zollkontrolle, mit Unterschrift auf Zettel und Auto zurück zum Scanner, mit Auto durch Scanner, dann mit grünem Zettel, bestätigt vom Scanner-Mann zurück zum Zoll, dort Stempel und Unterschrift vom Obersten holen – insgesamt fast 1 ½ h!

Wir fahren trotzdem weiter bis Dakhla, die letzten 2h mal wieder bei Dunkelheit. Dort verbringen wir auf einem öffentlichen Stellplatz bei km  25 die Nacht.

Mittwoch 30.01.2013 Dakhla – Sidi Akhfenir

734km / 12575km

Wir stehen um halb sieben auf, müssen noch kleinere Wartungsarbeiten erledigen und den Auspuff wieder befestigen  und so fahren wir erst um 8:30 Uhr los.

Die Fahrt verläuft  zügig und ohne besondere Vorkommnisse, einzig der Seitenwind veranlasst unseren Magirus gegen  30l/100km zu konsumieren. In Boujdour füllen wir unsere Bargeldvorräte auf, die wir in Layyoune wieder in Dieselvorräte umtauschen. In Sidi Akhfenir beschließen wir in der Raststätte zu Abend zu essen ehe wir die 20km bis zum bekannten Stellplatz am Meer fahren.

 

Donnerstag 31.01.2013 Sidi Akhfenir – Rabat

985km / 13560km

Um Punkt 7  ist Abfahrt , wir nehmen uns vor an diesem Tag Abends noch um Rabat herum zu fahren, was auch gelingt. Um 9 Uhr abends ist um Rabat herum kaum Verkehr und wir kommen zügig um die Stadt herum so dass wir morgen nur noch ca. 200km bis zum Hafen haben und die Vormittags-Fähre erreichen können. Gegen 22:00 Uhr fahren wir auf eine Raststätte zur Übernachtung.

Freitag 01.02.2013 Rabat – Sevilla/Merida

560km / 14120km

Um 6:45 Uhr kommen wir los, wir fahren zügig Richtung Tanger, füllen unsere Tanks noch mit günstigem Diesel und erreichen gegen 9:30 Uhr den Hafen. Die Fähre sollte um 12 Uhr ablegen, die Grenzformalitäten können ohen Zeitdruck erledigt werden und dann warten wir 1,5h bis die Fähre kommt. Die Beladung verläuft recht chaotisch, da viele LKW-Auflieger verladen werden und so können wir erst gegen 12:30 Uhr auf die Fähre fahren. Abgelegt wird schließlich erst um 13 Uhr.  Um 15:30 Uhr Ortszeit befahren wir wieder spanischen Boden. Wir erledingen noch einige Einkäufe im Carrefour in Algeciras, gönnen uns vor der Abfahrt noch etwas von Mc Donalds und machen uns gegen 17 Uhr auf den Weg. Wir fahren noch ca. 350km und übernachten zwischen Sevilla und Merida auf einer Raststätte.

Samstag 02.02.2013 Merida – Limoges

1276km / 15396km

Um 6 Uhr ist Abfahrt. Wir fahren die Autobahn über Merida, Caceres, Valladolid bis Burgos. Dort werden wir vom Winter eingeholt – es beginnt starker Schneefall, wir sind bereits auf 800m Höhe und müssen noch über die Berge und dann hinunter bis San Sebastian, die Fahrbahn wechselt immer wieder zwischen trocken und sau glatt – immer wieder stehen PKW´s in den Leitplanken – wir müssen also die Reisegeschwindigkeit stark reduzieren. Gegen 17:00 Uhr fahren wir über die Grenze nach Frankreich und weiter Richtung Bordeaux, die Straßenverhältnisse sind wieder besser und wir kommen zügig voran. Bei Limoges übernachten wir gegen 23:00 Uhr auf einem Rastplatz.

Sonntag 03.02.2013 Limoges – Illerberg

971km / 16367km

Um 6 ist wieder Abfahrt. Wir haben noch knapp 1000km zu fahren. Christa versucht sich ein gutes Stück auf französischer Landstraße mit dem LKW und gewöhnt sich recht schnell selbst an die vielen Kreisverkehre. Wir kommen sehr zügig vorran und erreichen gegen 18:30 Uhr Illerberg.

Guinea / Gambia 2011/12

Dezember 22nd, 2011

 

22.12.2012

2 Tage vor Weihnachten sind die Vorbereitungen schon wieder in der Endphase.

In den Pässen stehen die Visa für Mauretanien und Mali – die mauretanische Botschaft war diesmal wieder mit gut 3 Wochen in einem akzeptablen Rahmen.

Die Abfahrt ist für den 27.12. geplant, das Ziel steht jedoch noch nicht ganz fest.

Entweder geht die Reise nach Guinea / Sierra Leone oder Burkina Faso / Benin, je nach aktueller Lage in Guinea werden wir in Bamako (Mali) entscheiden.

Dort bekommen wir dann auch das passende Visum.

 27.12.2011 Illerberg – Freiburg

Nachdem wir unseren Laster vollends beladen haben, geht es gegen 19.30 Uhr auf die Autobahn. Wir fahren bis 23.30 Uhr  und erreichen einen Rastplatz bei Freiburg.

270 km  / 270 km

28.12.2011 Freiburg – San Sebastian

Abfahrt  ist gegen 6.30 Uhr Richtung Mulhouse, die Route Express nach Bordeaux, bis San Sebastian. Nach 16 ½ Stunden Fahrzeit steuern wir den 1.Rastplatz auf spanischer Seite an.

1135km / 1405 km

 

29.12.2011 San Sebastian – Algeciras

Auch heute sind wir um 6.30 Uhr schon wieder auf dem Highway Richtung Burgos/Valladolid bis Sevilla. Dort stürzen wir uns in das Weihnachts-/Silvestergeschäft und erledigen beim dortigen Planet Carrefour unsere letzten Einkäufe. Nach 2 Stunden fahren wir die letzten 200 km bis Algeciras und erreichen gegen 23.30 Uhr unseren bekannten Übernachtungsplatz bei Lidl.

1145 km / 2550 km

30.12.2011 Algeciras -  Marrakesch

Um 9.00 Uhr stehen wir bei Carlos vor der Ticket-Bude, vor uns eine Horde französischer Weißware-Fahrer. Nachdem Frau „Carlos“ mit 15 minütiger Verspätung  geöffnet hat, bekomme ich als erster hektisch meine Tickets und erfahre, das die Fähre bereits um 10.00 Uhr ausläuft. Also zurück zum Laster,  runter zum Hafen und rauf auf die Fähre. Gegen 12.00 Uhr erreichen wir Tanger Med. Nachdem wir vom letzten Jahr von diesem neuen Hafen so begeistert waren, wegen der schnellen Abfertigung, erfolgt dieses Jahr die Ernüchterung.  Das Personal ist mit dem Ansturm einer ganzen Fähre total überfordert und es geht erst mal gar nichts. Nach 2 Stunden Wartezeit Können wir endlich den Hafen verlassen. Wir fahren noch kurz nach Tanger um uns wieder einen Internet-Stick zu besorgen und fahren gegen 15.45 Uhr (Ortszeit – 1 Stunde zurück)  auf die Autobahn Richtung Agadir. 60 km vor Marrakesch steuern wir gegen 22.45 Uhr einen Rastplatz an.

563 km / 3113 km

31.12.2011 Marrakesch – Sidi Akhfennir

Um 6.30 Uhr fahren wir nach Agadir und weiter über Tiznit, Gulmine und Tan Tan bis Sidi Akhfennir, wo wir über 500 l des billigen Westsahara-Diesels tanken. Wir fahren 10 km zurück auf einen schönen Stellplatz am Meer, wo wir die Silvesternacht verbringen.

715km / 3828 km

01.01.2012 Sidi Akhfennir – Motel Barbas

Wir starten wieder um 6:30 und kommen nach  13h und knapp 1000km im Motel Barbas, ca. 85km vor der mauretanischen Grenze an. In Layoune tanken wir wieder den billigsten Diesel in der Westsahara (5 Dh == 0,45 EUR).  Am nächsten Tag wollen wir früh morgens zur Grenze und planen bis Noakchott zu kommen.

970km / 4798km

02.01.2012 Motel Barbas – Nouadhibou

Wieder einmal Abfahrt um 6:30 – wir erreichen gegen ½ 8 die Grenze – vor uns ca. 30 Fahrzeuge die bestimmt schon die Nacht hier verbracht haben. Laut unseren Informationen sollte die Grenze um 8 Uhr öffnen, doch das sollte nur ein Gerücht sein. Gegen 10 Uhr öffnet sich endlich die Schranke und die ersten Fahrzeuge dürfen zur Abfertigung einfahren.  Dann herrscht das schon von Tanger bekannte Chaos – es geht erst mal gar nichts. Nach 4 ½ Stunden sind wir auf der marokkanischen  Seite fertig – dann geht es auf der mauretanischen Seite weiter. Bis wir endlich fertig sind ist es 14:45, viel zu spät um noch in  Noakchott  bei Tageslicht anzukommen. Wir fahren schließlich nach Nouadhibou auf den Camping Abba, schon bekannt aus unseren früheren Reisen.  Mitten in Nouadhibou treffen wie Ahmed, den wir vom Campingplatz in Noakchott kennen – wie klein ist doch die Welt…

150km / 4948km

03.01.2012 Noadhibou – Nouakchott

Nachdem wir an der Grenze am Vortag etwas „seltsame Erlebnisse“ mit ein paar dubios anmutenden Gestalten hatten – 6 Leute mit langen Bärten, einer davon mit allen Pässen vor mir bei der Polizei und total nervös, 1 „Schlepper“ und 1 Fahrer, den Schlepper trafen wir dann wieder im Büro der mauretanischen Polizei, ein mauretanischer Grenzbeamter der uns ganz exakt im Beisein diese „Schleppers“ nach Zeit und weg gefragt hat und der „Schlepper“ immer „längere Ohren“ bekommen hat – beschließen wir unsere Route zu ändern und über den Senegal nach Guinea einzureisen. Von unserem Freund vom Camping „Abba“ bekommen wir eine Adresse in Noakchott – dessen Bekannter ist uns behilflich das Visum für Guinea zu besorgen. Wir starten also um 8 Uhr um nach gut 5h Fahrzeit in Noakchott abzkommen. Die Adresse ist eine kleine Auberge inmitten der Stadt mit einem kleinen Innenhof wo unser Laster gerade noch einen Platz findet. Wir werden schon erwartet und erfahren dass Guinea hier keine Botschaft, wohl aber ein Konsulat hat und dort ein Visum ausgestellt wird. Ich fahre noch mit unserem neuen Freund zum Geldwechsel in die Stadt und wir erkundigen uns gleich nach dem Konsulat.

489km / 5437km

04.01.2012 Nouakchott – St. Louis

Punkt 8 fahren wir mit unserem Freund mit dem Taxi zum Konsulat von Guinea – nachdem wir es gefunden hatten mussten wir feststellen dass es erst um 10:00 Uhr öffnet. Wir suchen uns ein neues Taxi und versuchen gleich die Versicherung für Westafrika zu bekommen – nach einer ausgiebigen Stadtrundfahrt jedoch ohne Erfolg, also zurück zur Auberge und um 10 wieder zum Konsulat. Dort angekommen, in einem Hinterhof-Büro von 3x3m sitzt der Sekretär der den Visum-Antrag entgegen nimmt und uns erklärt, dass er kein Visum ausstellen kann, uns aber  eine Bestätigung gibt, mit der wir über die Grenze können und in Conakry das Visum erteilt bekommen….

Nach 2h Wartezeit kommt der Konsul und das Schreiben bekommt noch  Stempel und Unterschrift.

Gegen 13:00 Uhr verlassen wir Noakchott Richtung Senegal, wir nehmen wieder die bekannte Piste nach Diama über den  Damm und erreichen gegen 18 Uhr die Grenze. Die Formalitäten auf mauretanischer Seite verlaufen schnell und unbürokratisch, dann wieder die Endlose Diskussion mit dem Brückenwärter, der zwar mit 10 EUR zufrieden ist, nachdem ich ihm erklärt hatte wie schwer der Laster ist, diese aber am Stück wollte und nicht in 2x 5EUR-Scheinen… irgendwann………..

Polizei auf senegalesischer Seite war ebenfalls schnell und freundlich – und dann kam der Zoll. Die erste Frage natürlich nach dem Carnet de Passage – haben wir natürlich keins, da wir Senegal erst am Rückweg machen wollten und von Süd nach Nord das ganze viel lockerer gesehen wird und da keines benötigt wird – aber hier in Diama. Laut Internet soll es wohl auch hier ohne möglich sein –es kostet eben.

Und so sollte es auch sein. Für 200 EUR bekommen wir ein Passavent für 72h inkl. Verlängerung für 10 Tage, wenn man eigentlich die 170EUR Gebühren fürs Carnet rechnet und gesparte ca. 1000km ist es fast ein Schnäppchen. Also sind die Grenzbeamten um 200EUR reicher und uns hat es eigentlich nicht überrascht. Das Ganze funktioniert allerdings nur mit einem Fahrzeug das danach aussieht nicht im Senegal verkauft zu werden – ein Franzose mit einem alten Peugeot durfte auf diese Weise definitiv nicht einreisen. Das ganze Spiel dauerte etwa 3h, so dass wir erst gegen 22 Uhr am Camping Ocean in St. Louis ankommen.

 

283km / 5720km

 

05.01.2012 St. Louis (Senegal)

Da wir noch auf unseren Grenzbeamten mit der Verlängerung des Passavents warten müssen beschließen wir einen Ruhetag in St. Louis einzulegen. Wir bekommen unser Papier gegen 12 und fahren am Nachmittag mit dem Taxi in die Stadt. Nach Auskunft von Claire vom Campingplatz sollte das 1250CFA/Person kosten – in einem alten Taxi, Nicht mit den „neuen“ gelb-blauen. Wir nehmen ein altes Taxi, ein sehr altes…. Außer den Fenstern gibt es sicherlich noch mindestens 20 weitere Löcher zum raus schauen. Aber lieber schlecht fahren als gut laufen und so bezahlen wir nur 500CFA/Person. Der Rückweg läuft ähnlich ab.

0km / 5720km

 

06.01.2012 St. Louis – Tambacounda

Abfahrt ist gegen 8:30, die Polizeikontrollen um St. Louis verlaufen allesamt wider Erwarten völlig korrekt und unproblematisch, unterwegs wurden wir durchwegs nur durchgewunken und so erreichen punkt 18:00 Uhr Tambacounda und übernachten vor dem Hotelanlage Oasis auf dem großen Parkplatz (übrigens mit hervorragender Internetverbindung). Bis zur Grenze nach Guinea sind es von hier aus noch ca. 250km, dann werden wir morgen unser Schreiben vom Konsul ausprobieren.

617km / 6337km

 

07.01.2012 Tambacounda – Koundara (Guinea)

Wir versorgen uns noch in Tambacounda mit dem Nötigsten (v.a. Bier) und fahren auf guter Straße bis zur Grenze nach Guinea. Dort  kommen wir gegen 13:00 Uhr an, die Formalitäten auf senegalesischer Seite verlaufen zügig und problemlos. Dann kommt es darauf an ob wir mit unserer Bestätigung vom Konsul einreisen dürfen.

 

Wir präsentieren unser Schreiben und alles läuft hervorragend, nach Polizei- und Zollkontrolle dürfen wir passieren. Das Spiel soll sich noch 2 mal wiederholen und dann brauchen wir noch einen Stempel vom Hauptzollamt…….

Dort wird dann auch gleich übernachtet weil sich ein Weiterfahren an diesem Tag einfach nicht mehr lohnt.

198km / 6535km

08.01.2012 Koundara – Tiunguel-Bori

Wir starten auf einer hervorragend ausgebauten Straße gegen 9:30 und nehmen uns zum  Ziel an den ersten großen Wasserfällen zu übernachten. Die Straße ist eigentlich die Hauptverbindung in die Hauptstadt Conakry und auf den ersten Blick auch super ausgebaut. Nach ca. 70km ändert sich das jedoch schlagartig, aus der Straße wird eine Piste – aus der Piste eine schlechte Piste und aus der schlechten Piste eine ganz ganz schlechte Piste, es ist stellenweise nicht mal mehr Schritgeschwindigkeit drin und so soll es die nächsten 100km weitergehen. Bei Einbruch der Dunkelheit erreichen wir eine Polizei-/Militärkontrolle und übernachten dort hinter dem Haus.

197km / 6733km

09.01.2012 Tinguel-Bori – Pita

Die Piste wird wieder besser und wir versuchen die Wasserfälle Chute del Sala zu finden – nach 3h kapitulieren wir, die Karte ist zu ungenau und die Einheimischen wissen nichts von Wasserfällen – trotzdem führte uns der Weg durch atemberaubende Landschaften. Auf der Piste treffen wir einen liegengeblieben Renault mit Fahrer, Schwester mit krankem Baby, Oma, nochmal Schwester und kleinem Bruder – liegengeblieben auf dem Weg ins Hospital nach Labe – Lichtmaschine kaputt – Batterie leer – nix Lüfter – Auto heiß – Auto steht.

Wir nehmen ihn an den Haken, dann schaue ich nach ein paar Kilometern in den Rückspiegel – Auto nix mehr da – Gurt gerissen. Also schalten wir in den Rückwärtsgang, immerhin hängt noch mein großer Schäkel unter dem Renault. Nach ein paar hundert Metern steht der Arme ganz unglücklich. Nachdem wir Schwester Baby, Oma und Bruder im Laster verstaut hatten  nehmen wir das Stahlseil und starten einen neuen Versuch, jetzt reist  es ihm schon beim Anfahren den Abschlepphaken raus (obwohl ich ganz zärtlich war)… langsam drängt die Zeit weil wir in  Labe noch zur Bank möchten. Wir wickeln das Seil um die Vorderachse und es geht wieder los – beim ersten Gefälle fängt  der Hintermann ganz wild zu hupen an und es sieht aus als möchte er mich gleich überholen. Jetzt ist der Kerl über das Seil gefahren und die ganze Fuhre war fast nicht mehr zu stoppen ohne dass es ihn überschlägt. Irgendwie haben wir es dann doch geschafft mit möglichst wenig Schaden das Ganze zum Halten zu bringen. Wir müssen gleich sein Vorderrad abmontieren, er hat es geschafft das Seil gleich 3 mal herum zu wickeln. Ich erkläre ihm er soll schauen dass das Seil immer gespannt bleibt – dann kam die Frage ob er dann vielleicht bremsen soll! Übrigens stellt sich heraus dass der Gute nur zu Besuch bei seiner Familie ist und sonst als Taxifahrer in Paris arbeitet.

Wir schaffen es doch noch nach Labe, in den zahlreichen Polizeikontrollen herrscht Verwunderung wegen der vielen Leute im Auto und es gibt doch nur 2 Pässe…

Unser Taxifahrer geht mit uns in Labe noch auf den Schwarzmarkt zum Geld tauschen – ich nehme gleich 500 EUR, der Kurs war gut und seit heute sind wir Millionäre (1 EUR = 9000 Guinea Franc). Der größte Schein ist 10 000 Franc und so bekommen wir einen ganzen Packen in der Plastiktüte.

Wir fahren weiter bis Pita und finden beim 3. Anlauf eine Auberge mit großem umzäuntem Parkplatz.

160km / 6893km

10.01.2012 Pita – Telimele

Wir starten um 8:30 um die Piste nach Telimele zu fahren, diese gilt als eine der schönsten und schwierigsten 4×4-Pisten durch das Fouta Djalon und so stellen wir uns schon auf 2 Tage ein. Die Piste führt durch eine Bilderbuchlandschaft, immer wieder über Pässe hinauf und herunter, teilweise mit extremen Auswaschungen aber immer breit genug und kein Problem mit dem LKW. Unterwegs halten wir an einem klaren Gebirgsbach und füllen unsere Wassertanks, auch Dino bekommt dort noch seine Abkühlung. Es läuft ausgesprochen gut auf dieser Piste und wir erreichen bei Dämmerung die Kreuzung mit der Hauptpiste. Wir beschließen nicht weiter bis Telimele zu fahren da diese sowieso 20km in der falschen Richtung nach Conakry liegt und übernachten gleich in diesem Dorf neben einer Art Fußballplatz. Nachdem Christa mit Einwilligung der Kinder einige Fotos gemacht hat kommt es fast zu „tumultartigen Ausschreitungen“ – der Lehrer hat das mitbekommen und wollte natürlich Geld – das gabs natürlich nicht und nach einiger Zeit der Diskussion hat sich alles wieder beruhigt. Zwischenzeitlich war es dunkel – ich wollte eigentlich noch nach der Lichtmaschine schauen – war wohl nix. Christa hat seitdem Fotografierverbot wenn´s um  Leute geht und wir stehen!

129km / 7022km

11.01.2012 bei Telimele – Conakry

Wir starten kurz nach Sonnenaufgang und wollen bis Conakry, dort brauchen wir wegen unserer Passierscheine noch den Visum-Eintrag im Pass. 70km vor Conakry beginnen absolut lästige Polizeikontrollen, etwa alle 5-10km, immer wieder wollen sie in die Kabine schauen, viele natürlich auch Geld – nix da. Die am berüchtigten Checkpoint PK36 bekommen 3 Dosen Bier, der nächste eine Flasche Wasser, der andere eine Handvoll Bananen – der Rest wird wegdisikutiert . Nun fehlt nur noch eine Übernachtungsmöglichkeit in dieser „Metropole“. Ohne Karte keine einfache Aufgabe. Wir finden uns plötzlich in der Stadtmitte wieder – da wo wir eigentlich gar nicht hin wollen, also wenden und versuchen in das andere Ende zu gelangen wo es auch Hotels gibt. Die sind jedoch vom Parken her völlig ungeeignet und so versuche ich im Polizeihof unter zu kommen. Bis ich mich mit den Polizisten geeignet habe und zum  LKW zurück komme diskutiert Christa mit einem Schweizer, der uns dann anbietet auf seinem Grundstück zu übernachten. Diese Angebot nehmen wir natürlich dankend an. Am nächsten Tag will uns Robin noch mit dem Visum-Stempel behilflich sein.

250km / 7272km

12.01.2011

Wir warten auf unseren Visumstempel, laut Robin kann das normalerweise bis zu 1 Woche dauern, durch seine Beziehungen bekommen wir das Visum jedoch noch am selben Tag. Einziger Haken – unser Passavent sollte noch gegen ein Dokument vom Zoll in Conakry eingetauscht werden, d.h. wir sitzen noch einen Tag in Conakry fest.

0 km / 7272km

13.01.2012 Conakry

Wir sollen unser Zolldokument gegen 14:00 Uhr bekommen.

Wir beschließen eine Änderung unserer Route, da es bis zum Regenwald in Guinea etwa 1000km üble Buschpiste sind, es dort keine Waldelephanten mehr gibt und die Schimpansenkolonie am äußersten südlichen Ende sind, die Sicherheitslage in dem Gebiet fragwürdig ist (es wird immer wieder von Überfällen durch Banditen berichten, es ist angeraten im Convoy zu fahren), beschließen wir zurück in den Senegal zu fahren und von dort nach Gambia einzureisen. Robin erzählte uns noch von einem kleinen Paradies bei “Belle Air”, wo sein Freund ein Haus, weit abgelegen am Strand hat wo wir gerne übernachten könnten und so starten wir gegen 15:30 von Conakry aus dort hin. Die Polizeikontrollen halten uns natürlich wieder entsprechend lange auf und so erreichen wir Belle Air erst weit nach Einbruch der Dunkelheit gegen 21:30. Bei Dunkelheit Autofahren in Guinea ist doch recht abenteuerlich – unbeleuchtete Autos, bei denen der Beifahrer mit der Taschenlampe nach dem Weg sucht sind keine Seltenheit und so kommen wir die letzten km nur langsam voran. Im letzten Dorf wartet Bo, der “Facility-Manager” des Anwesens schon sehnsüchtig auf uns und zeigt uns schließlich den Weg zu diesem kleinen  ”Paradies”. Dort angekommen werfen wir noch den Grill an, laden Bo zum Essen ein und lassen den Tag bei einem (oder mehreren) Bier(en) ausklingen.

219km /7491km

14.01.2012 Belle Air

Wir verbringen diesen Tag an diesem paradiesischen Ort – nach Conakry echte Entspannung.

Auch Dino geniest diesen Tag ohne Fahren und er kann sich hier endlich mal wieder frei bewegen.

Der Magirus bekommt auch etwas Pflege und so vergeht dieser Tag eigentlich viel zu schnell.

0km /7491km

15.01.2012 Belle Air – Gaoual

Wir starten nach dem Frühstück ohne Stress Richtung Senegal, diesmal auf der Nebenstrecke (lt. Karte), doch es stellt sich heraus dass diese Strecke von den Fernlastern benutzt wird und so kommen wir auf guter Piste schnell voran.

Unterwegs wird noch kurz eine Treibstoffleitung ersetzt und wir finden bei Einbruch der Dunkelheit einen Übernachtungsplatz gegenüber der Polizeistation in Gaoual. Von dort sind es noch ca. 130km bis zur senegalesischen Grenze.

289km / 7780km

16.01.2012 Gaoual – Sabi (Gambia)

Wir starten gegen 8:00 Uhr, nach 30km  ist die Hauptpiste erreicht, nach weiteren 30km übelster Piste geht diese in eine hervorragende Teerstraße über und wir erreichen gegen 12:30 Uhr den ersten Kontrollpunkt vor der Grenze. Nach teilweise extrem freundlichen und teilweise nervigen Kontrollen erreichen wir gegen 15:00 Uhr senegalesischen Boden. Wir beschließen heute noch nach Gambia einzureisen. Ich zweige intuitiv in eine Nebenpiste ab – diese ist schnell zu befahren und wir sparen uns etwa 100km auf der Hauptstraße – eine gute Entscheidung, da die Hauptstraße mit entsprechend tiefen Schlaglöchern gespickt ist und wir es so wahrscheinlich nicht mehr zur Grenze geschafft hätten. Die letzten km zur Grenze sind auf einer völlig ausgewaschenen und mit tiefen Löchern und Querrillen übersäten Piste zurückzulegen. Die Grenzformalitäten verlaufen völlig problemlos und wir erreichen bei Einbruch der Dunkelheit “The Gambia” – no Problem - always smiling….

Wir verbringen die Nacht an der Grenzstation.

270km / 8050km

17.01.2012 Sabi – Georgetown

In Sabi müssen wir beim Zoll noch die Papiere für den LKW machen, Geld wechseln und Bier kaufen. Danach machen wir uns auf den Weg nach Georgetown. Aus Guinea sind wir unter anderem entflohen weil uns die vielen Polizei- und Militärkontrollen genervt hatten – so werden wir in  Gambia eines Besseren belehrt – man kann Kontrollen auch alle 5-10km installieren – mal Polizei, mal Militär und auch Zoll soll ab und zu mal dabei sein. Mal wird man durchgewunken, mal darf man aber auch den LKW auf machen – „The Gambia – no problem – always smiling“, gut dass die Entfernungen nicht groß sind, so erreichen wir gegen 16:00 Uhr doch tatsächlich Georgetown. Vom Südufer her geht es über eine Brücke auf die Insel im Gambia-River. Wir besichtigen das Sklaven-Haus (in dem wohl schon Kuntah Kintee aus Roots untergekommen ist) und den „Freedom-Tree“, die Sklaven, die fliehen konnten und den Baum berühren konnten, waren anschließend frei – es haben wohl nicht viele geschafft.

Wir stehen auf einem Privatgrundstück zweier Engländer, direkt am Gambia-River, die hier wohl irgendwann mal einen Campingplatz eröffnen wollen – alle in unseren Büchern beschriebenen Campements sind zwischenzeitlich geschlossen.

87km / 8127km

18.01.2012 Georgetown – Tendaba

oder wie suche ich Krokos, Hippos und Schimpansen…

Nilpferde gibt es wohl 2h von Georgetown entfernt mit dem Boot zu sehen – 4h Bootsfahrt waren uns zu lange, die Preise hierfür für afrikanische Verhältnisse einfach zu hoch (umgerechnet etwa 80 EUR) und so versuchen wir flussabwärts einen Ausgangspunkt für eine Bootsfahrt zu finden. Wir folgen den Tipps unserer englischen Gastgeber und fahren 2 Ortschaften weiter ca. 10km Piste bis zum Fluss – da war jedoch außer Fluss nichts zu sehen und auch kein Boot zu bekommen und so beschließen wir Hippos und Krokos aus unserem Besichtigungsprogramm zu streichen.

Nächste Lektion Schimpansen -  Baboon-Island.

Wir versuchen die einzige Piste auf unserer Karte die am nächsten zu Baboon-Island liegt zu finden, mit Erfolg – jedoch endet diese am Fluss und alle Boote stehen am Nordufer. Wir erkundigen uns erfahren, dass es zwar möglich ist ein Boot vom Nordufer zu bekommen, es jedoch besser ist den Pistenabzweig zwei Dörfer vorher zu nehmen und direkt zur Ranger-Station vor Baboon-Island zu gelangen. Dort kommen wir gegen 15:00 Uhr an, die Fütterung der Affen findet um 16 Uhr statt und wir könnten eine Tour um die Inseln bekommen. Man muss sagen, die Affen wurden vor einigen Jahren auf den Inseln ausgesetzt und die Inseln dürfen seither nicht mehr betreten werden. Die Tour sollte umgerechnet etwa 100 EUR pro Person kosten – einfach zu viel  um mit dem Boot um eine „Zoo-Insel“ geschippert zu werden – also Affen gestrichen.

Wir fahren weiter nach Tendaba – einem der ersten Camps am Gambia-River.

228km / 8365km

19.01.2012 Tendaba

Nach dem Frühstück besuchen wir den Kiang-West-Nationalpark – wir beschließen den Magirus zu schonen und mit dem campeigenen 6×6-Truck in den Park zu fahren. Das Preis-/Leistungsverhältnis passt – wir bezahlen etwa 40 EUR für die gut 3-stündige Tour inklusive Führer und Parkeintritt. Gegen Abend unternehmen wir noch eine Bootstour durch die Seitenarme und Mangroven-Sümpfe des Gambia-River – auch das war ein lohender Ausflug.  Wir haben sogar das langersehnte Krokodil gesehen, waren allerdings mit der Kamera leider zu langsam.

0km / 8365km

20.01.2012 Tendaba – Bakau

X Polizei-/Militär- und sonstwas-Kontrollen später erreichen wir über Birkama, Bakau.

In Birkama besuchen wir den Crafts-Market – hier können Schnitzereien zu echt akzeptablen Preisen erstanden werden. In Bakau angekommen suchen wir  den Krokodil-Pool, eine nicht ganz einfache Aufgabe – dieser liegt in einem, sagen wir, nicht unbedingt aller bestem Viertel von Bakau und ist mit dem Truck nicht direkt zu erreichen. Nachdem unser erster Versuch, mit Einheimischen den Pool zu erreichen in einem Waisenhaus (vielleicht) und einem wirren Spaziergang kreuz und quer durch dieses Viertel endet, brechen wir ab. Wir beschließen einen 2. Versuch mit dem Laster zu unternehmen und fragen einen jungen, einigermaßen seriös aussehenden Mann nach dem Weg. Er steigt zu uns in den Laster und wir fahren so weit als möglich zum Ziel. Die letzten paar 100 Meter können tatsächlich nicht mit dem Truck erreicht werden und wir parken neben der Friedhofsmauer. 2-3 Gassen weiter erreichen wir tatsächlich den Krokodil-Pool. Hier kommt man hautnah an die Krokodile, sie können berührt und gestreichelt werden – Charly lässt sich sogar die Pfote schütteln. Nach dieser innigen Begegnung mit den Krokos fahren wir raus nach Sukuta auf den Campingplatz der unter typisch deutscher Leitung steht…

170km / 854 km

21.01.2012 Sukuta – Georgetown

Da es auf diesem Campingplatz endlich mal wieder Internet gibt (aber leider nicht nachts, um 22.00 Uhr wird die Leitung gekappt und am nächsten Tag erst wieder ab 10.00 Uhr freigeschaltet wird, aber dafür kostet es ja nur 3,00 € am Tag) und wir euch ja wieder neue Informationen zukommen lassen wollen, starten wir erst gegen 12.00 Uhr. Wir fahren am Südufer wieder zurück und versuchen in Soma über den Fluss zu gelangen. Hier in Banjul soll die Wartezeit mit dem LKW bis zu 3 Tage betragen. In Soma angekommen stellen wir fest, dass vor der Fähre schon mehr als 50 Laster warten, das sollte für entsprechend Bakschisch kein Problem sein, wird uns versichert. Da wir zum Ticket kaufen sowieso wieder einige Kilometer zurückfahren müssen, beschließen wir das Bakschisch für uns zu behalten und fahren ca. 150 km weiter flussaufwärts nach Georgetown. Die Fähre ist gerademal so groß, dass der Magirus draufpasst. Wir lösen 10 Tickets für PKWs und kommen so für 500 Dalas (ca. 13,00€) über den Fluss. Am anderen Ufer fahren wir zum Übernachten in die Janjang Bureh-Lodge direkt am Fluss im Dschungel gelegen.

 

Noch eine Anmerkung zum allseits gelobten Gambia: Von Banjul bis Georgetown passieren wir 26 Polizei-, Militär-, Zoll-, etc-.Kontrollen, die zum Teil freundlich und korrekt (Polizei) zum anderen Teil aber auch unfreundlich, nervig und schikanös ablaufen.

km /8855 km

22.01.2012 Georgetown – Palmarin

Frühstück unter Affen – Wir haben unseren Frühstücksplatz mit Blick zum Gambia-River werden dabei mit gierigen Blicken von 2 Affen beobachtet. Diese rücken immer näher und versuchen etwas zu ergattern. Am Schluss holen sie noch Verstärkung und das übrige Brot, die Marmelade und die Erdnussbutter finden reißenden Absatz. Gegen 9.30 Uhr machen wir uns auf zu den Steinkreisen von Wassau und fahren dann weiter nach Farafeni zur Grenze in den Senegal. An der Grenze angekommen moniert der gambische Grenzbeamte den unleserlichen Einreisestempel, den sein Kollege in Sabi in Ordnung befand. Nach etlicher Diskussion ( ich geh einfach davon aus, wieder ein Versuch an Geld zu kommen) lasst er uns dann doch ziehen. Die Einreise in den Senegal verläuft völlig korrekt und problemlos. Wir bekommen ohne ein Carnet ein Laissez de Paservant für 10 Tage, regulär und ohne Schmiergeldzahlungen ausgestellt. Wir fahren weiter zum Soloume-Delta uns suchen uns einen Übernachtungsplatz in Palmarin.

 

km / 9206km

 

23.01.2012 Palmarin – Lac Rose

Von Palmarin aus geht es zunächst über Pisten Richtung Dakar. Wir machen noch einen Abstecher in das Reserve de Bandia, einem privaten Tier-Reservat in dem 16 afrikanische Tierarten angesiedelt sind. Leider sind das alles „Importe“ aus Südafrika, u.a. verschiedene Antilopen-Arten, Büffel, Nashörner, Giraffen etc.. Wir waren dort zuletzt 2009/10 und es haben sich mittlerweile doch beachtliche Herden dieser Tiere entwickelt. Der Besuch erfolgt mit Führer im eigenen Auto, auch Hunde sind dort erlaubt. Nach unserer kurzen Safari geht es weiter Richtung Lac Rose, wir umfahren Dakar und fahren von dem Fischerdorf Kayar aus den Strand entlang bis zum Ziel. Am Lac Rose angekommen erwarten uns natürlich die dort üblich anzutreffenden Händler – es wird getauscht und gefeilscht und am Ende glaubt doch jeder für sich ein gutes Geschäft gemacht zu haben.

km / km

24.01.2012 Lac Rose – St. Louis

Nach dem Frühstück warten schon wieder die ersten Händler vor dem Auto – nachdem wir diese vom Hals hatten starten wir Richtung St. Louis. Wir wollen den Strand entlang fahren und sind deshalb auf ein ca. 4 stündiges Zeitfenster bei Ebbe angewiesen. Wir starten um ca. 11:00 Uhr bei einsetzender Ebbe – es hat noch relativ viel Wasser und wir müssen unsere Fahrt den hereinkommenden Wellen anpassen, im trockenen Bereich, wo der Sand tief und weich ist, ist ein sinnvolles vorankommen mit dem LKW nicht möglich, das würde eine maximale Geschwindigkeit von 10km/h bei maximaler Motordrehzahl bedeuten – auf diese Entfernung einfach nicht möglich. Also knapp an der Wasserlinie entlang, wo der Sand fest ist und wir mit entsprechender Geschwindigkeit vorankommen. Immer wieder kreuzen hereinkommende Wellen unseren Weg, die Gischt spritzt weit über die Windschutzscheibe hoch und das soll früher oder später auch das Ende für unsere Lichtmaschine bedeuten. Nach gut 100km ist der Spuk vorbei und man muss die restlichen ca. 100km auf der Straße zurücklegen. Gegen 17:00 Uhr kommen wir in St. Louis am Camping Ocean an – noch genug Zeit um sich noch um die Lichtmaschine zu kümmern und wenigstens die Fenster vom Magirus wieder einigermaßen zu reinigen. Der Laster ist nach dieser Tour bis zum Dach mit einer Panade aus Sand bedeckt.

km / km

25.01.2012 St. Louis – Nouakchott Gegen Mittag starten wir Richtung Grenze Senegal / Mauretanien. Die Formalitäten laufen auf beiden Seiten völlig problemlos ab, auch der Brückenwächter lässt sich davon überzeugen, dass wir auf der Herfahrt nur die Hälfte des von ihm geforderten Betrages bezahlt haben – gut dass man alle Quittungen aufhebt. Dann geht es wieder auf übler Waschbrett-Piste nach Nouakchott. Wir erreichen NKC gegen 18:00 Uhr und wollen zuerst schauen, ob es unseren alt bewährten Übernachtungsplatz „Terghit Vacances“ noch gibt. Dort angekommen läuft uns schon Omar entgegen – als hätte er unsere Ankunft schon erwartet. Die Wiedersehensfreude ist riesengroß und Omar kocht uns zum Höhepunkt des Tages noch leckeren Fisch.

km / km

26.01.2012 Nouakchott – Motel Barbas

Wir kommen erst relativ spät aus Nouakchott los, eigentlich wollten wir spätestens um 10 los fahren, es war schließlich nach 11 als wir auf der Straße Richtung Nouadhibou waren. Unterwegs meldet sich noch eine Druckluftleitung mit lautstarkem Zischen – die Reparatur hat uns glücklicherweise nur eine gute halbe Stunde gekostet. Gegen 17:00 Uhr sind wir dann an der Grenze zu Marokko. Der mauretanische Grenzbeamte wollte uns zuerst verhaften als er das Ausstelldatum des Visums als Einreisedatum werten wollte und damit das Visum schon abgelaufen sein soll – mit etwas lauter werdender Diskussion lies er sich aber dann doch eines Besseren belehren. Auf marrokanischer Seite dauert es wieder entsprechend lange und so verlassen wir den Grenzbereich erst um 19:00 Uhr und können bei Dunkelheit bis zum Motel Barbas fahren – gut dass es auf diesem Stück so gut wie keinen Verkehr hat.

km / km

27.01.2012 Motel Barbas – Layyoune Plage Wir starten gegen 8 und erreichen gegen 15:00 Uhr Boujdour wo wir Geld wechseln müssen und einige Einkäufe erledigen. Bei Einbruch der Dunkelheit erreichen wir den Ab zweig nach Layyoune Plage – dort ist auch gleich die billigste Tankstelle in der Westsahara (5.00 Dh), wir bunkern über 600l Diesel und fahren richtung Strand zum Übernachten.

km / km

28.01.2012 Layyoune Plage – Autobahn bei Marrakesch

Ein absoluter Notstand ist eingetreten – die Bier – und Weinvorräte sind erschöpft und so starten wir früh morgens um noch vor Ladenschluss bei Metro in Agadir zu sein. Nach Agadir fahren wir noch ca. 200km und übernachten an einer Autobahn-Raststätte.

km / km

29.01.2012 bis Tanger

Heute morgen versuche ich mit diesem xxxx Surfstick das Blog upzudaten und das ding unterbricht die Verbindung – Resultat: Blog futsch ab dem 3. Tag. Bis Mittag haben wir wenigstens den Text wieder hergestellt, die Links zu den Bildern sind jedoch verloren. Wir  schaffen es bis 16:00 in Tanger Med anzukommen, gerade rechtzeitig zur 17-Uhr-Fähre.

Nach allen Formalitäten und Röntgen-Scanner sind wir kurz nach 5 am Kai, die Fähre läuft gerade ein – wir hätten uns also keinen Stress machen müssen. Bis sie ent- und wieder beladen ist vergehen gut 2 Stunden und wir laufen gegen 19:30 aus. Mit Zeitverschiebung kommen wir gegen 22:00 Uhr in Algeciras aus dem Hafengelände und beschließen die Nacht wieder auf dem Lidl-Parkplatz zu verbringen und morgens um 5 zu starten.

km / km

30.01.2012 Algeciras – kurz vor Bordeaux

Wir kommen um Punkt 5 los, erreichen gegen 10:30 Caceres, wo wir noch unsere Einkäufe im Carrefour tätigen. Wir fahren bis 22:30 bis ca. 30km vor Bordeaux.

km / km

31.01.2012 bis nach Hause

Wir starten wieder Punkt 5, das Wetter ist alles andere als prächtig – es beginnt zu schneien.

Wir fahren die letzten gut 1250km und kommen gegen 22:00 Uhr zu Hause an.

km / km

 

Mali 2010/11

Dezember 22nd, 2010

22.12.2010

Die Vorbereitungen zu unserer diesjährigen Tour gehen langsam in die Endphase.

Es sind noch kleinere Arbeiten am Truck notwendig, während Christa sich schon um die Beladung kümmert.

Unsere Route steht prinzipiell mittlerweile auch schon fest, so soll es diesmal über Marokko, Mauretanien und Senegal nach Mali und Burkina Faso gehen.

Mauretanien-Visum haben wir inzwischen seit 2 Wochen da liegen – das war mal wieder ein neuer Negativ-Rekord der Botschaft in Berlin – fast 8 Wochen hat es diesmal gedauert, mit etlichem hinterher-telefonieren. Deshalb haben wir beschlossen das Mali und Burkina Visum vor Ort zu holen, der Pass mit dem maur. Visum ist einfach zu kostbar um ihn im vorweihnachtlichen Postverkehr zu riskieren.

27.12.2010

Es ist 16:00 Uhr und wir sind startklar – wir hoffen heute noch ein gutes Stück voranzukommen.

…… kurz nach Baden-Baden ist erst mal schluss – es hat uns den hinteren Reifen zerlegt – jetzt weiss ich auch warum einer mal so kräftig aufgeblinkt hat – d.h. 2 1/2 Stunden Schufterei um das Ersatzrad zu montieren, nach 2 Std. bekommen wir noch Hilfe von 2 wirklich netten Autobahnpolizisten. Zu allem Überfluss streikt auch noch die Winde für das Ersatzrad, das Ding hängt jetzt in der Mitte und geht weder vor noch zurück. Nachdem die freundlichen Helfer die rechte Spur gesperrt hatten schneiden wir das Rad runter. Wir demontieren den Reifen und nehemn nur die Felge mit – der Reifen war sowieso total zerfetzt und nicht mehr zu gebrauchen. Jetzt stehen wir da ohne Ersatzrad und wollen über 16000km in Afrika rumfahren… – keine Ahnung wo wir diese Größe zu einem akzeptablen Preis auf die Schnelle Auftreiben können.

Wir nehmen die nächste Abfahrt und stellen uns für die Nacht in Iffezheim in ein Industriegebiet, kippen ein paar Bier hinunter und schlafen erst mal darüber.

28.12.2010

Um 6 klingelt der Wecker – ich habe eine Adresse im Kopf und suche per Handy-Internet die Telefonnummer, bekomme aber bis 9 immer noch keine Verbindung. Also Internet wieder angeworfen und mal auf ebay geschaut – und siehe da, da bietet einer Michelin XZL in unserer Größe zu 200 EUR das Stück an – dort angerufen – und auf nach Coburg – zwar 300km in die falsche Richtung, aber der Urlaub ist gerettet. Wir lassen das Ersatzrad bei Coburg montieren und laden noch einen 2. Reifen aufs Dach. Abends um 9 sind wir wieder da wo wir am Tag zuvor abgebrochen hatten – wir fahren noch bis hinter Freiburg und bleiben auf der Raststätte da es plötzlich extrem glatt wurde und wir nichts riskieren wollen.

29.12.2010

Früh morgens geht es los und wir fahren die Route-Express durch Frankreich bis ca. 100km vor die spanische Grenze.

30.12.2010

Wir fahren ohne Probleme die 1300km bis Algeciras und übernachten nach 18 Std. Fahrzeit direkt vor dem Carrefour-Markt wo wir am nächsten Tag die letzten Einkäufe tätigen und die Fähr-Tickets kaufen.

31.12.2010

Wir kaufen bei Carlos die Tickets nach Tanger – 180 Eur für Truck und 2 Personen, gehen noch zum Einkaufen und erwischen um 12:30 die Fähre nach Tanger-Med. Nach einer Stunde Überfahrt kommen wir an und verlassen nach streßfreien 15 Minuten das Hafengelände und sind nun endlich wieder auf afrikanischem Boden. Wir beschließen durch Tanger zu fahren um noch einen Internetstick zu kaufen und evtl. noch einen Metro zu finden um uns noch mit den letztewn Dingen zu versorgen die wir in Europa nicht bekommen konnten (z.B. das bewährte Raid Mückenspray). Eine angenehme Überraschung erleben wir beim Tanken – der Liter Diesel kostet nur etwa 66 Cent. Wir fahren weiter bis Asilah, einer kleinen Hafenstadt, wo wir einen Stellplatz direkt am Hafen finden um die Silversternacht zu verbringen.

An dieser Stelle wünschen wir allen Daheimgebliebenen ein glückliches Neues Jahr 2011 !!!

01.01.2011

Morgens um halb acht gehen wir auf den Highway Richtung Agadir – die Autobahn ist seit Ende 2010 nun durchgehend von Tanger bis Agadir – unterwegs spendieren wir dem Magirus noch eine Wagenwäsche um das Streusalz der europäischen Autbahnen abzuspülen. Das artete in eine 1 1/2-stündige Handwäsche aus – so sauber war der Truck noch nie!
Trotzdem schaffen wir es an diesem Tag noch bis kurz vor Agadir, wo wir auf einer Raststätte übernachten.
Mautkosten für den Truck knapp 40 EUR bis Agadir

02.01.2011

Die nächste Etappe geht von Agadir über Tan-Tan bis Boujdour – kilometerfressen in der Westsahra.
Übernachtung auf einem Campingplatz in Boujdour.

03.01.2011

Von Boujdour aus nehmen wir uns vor noch an diesem Tag die Grenze nach Mauretanien zu überqueren.
In der Westsahara bunkern wir noch billigen Diesel (5,2 Dirham – knapp 50 Cent) und dann geht es um ca. 15 Uhr über die Grenze. Das läuft diesmal absolut stressfrei und schnell ab, so dass wir um 17 Uhr den Camping Abba in Nouadhibou.

04.01.2011

Noadhibou bis Nouakchott.
Wir starten gegen 10 und erreichen um 16 Uhr unseren Campingplatz in NKC vom letzten Jahr, Terghit Vacances – direkt am Meer gelegen. Omar und Achmed kommen uns schon entgegen als wir in die Einfahrt fuhren – Omar bot sich sofort wieder zum Fisch grillen an – wir fühlten gleich wieder wie zu Hause.
Wir beschließen einen Tag länger zu bleiben und gleich das Mali-Visum in NKC zu besorgen.

05.01.2011

Nouakchott.
Mit Achmed fahre ich in die Stadt zur Botschaft von Mali und zum Geldwechsel, währen Christa bei den Hunden bleibtg.
Das Visum ist um 15 Uhr abzuholen und kostet 6500 Oug, Schwarzmarktkurs waren bis 385 Oug/EUR.
Achmed besorgt uns noch die Carte Brune – Versicherung für Westafrika für 6800 Oug / Monat.

06.01.2011

Wir beschließen auf dem Hinweg den Senegal zu umfahren und nehmen direkt die “route de l’Espoir” durch Mauretanien nach Mali.

Etwa alle 50 km gibt es jetzt Checkpoints an der Straße die doch ein gewisses Gefühl der Sicherheit vermitteln – gut dass wir 150 von unseren “fiches” mitgenommen haben, das erspart viel Zeit und Schreibarbeiten an den Polizeikontrollen.

Wir Fahren von NKC aus über Aleg, Sangrafa bis Achram, wo wir an einer Polizeistation übernachten.

07.01.2011

Die Fahrt geht von Achram aus bis Ayoûn el-Atroûs, ca. 130 km vor der Grenze zu Mali entfernt.

Dort gibt es auch eine Campingplatz für die Nacht.

08.01.2011

Wir passieren gegen 12 Uhr die Grenze zu Mali – die Formalitäten auf mauretanischer Seite laufen problemlos und entspannt ab – auch auf malischer Seite läuft zunächst alles noch ordentlich schnell.

Wir fahren bis Nioro du Sahel, wo wir die Zollformalitäten für den Truck erledigen müssen. Kurz vor Ortseingang liegt auf der rechten Seite ein Zollhof – trotzdem wir die einzigen “Gäste” waren dauerte es fast 2h bis wir das Laissez le Passage in unseren Händen halten.

Die Banken hatten inzwischen natürlich auch gechlossen und uns blieb nichts anderes übrig Euros in einer Apotheke zu einem schlechten, aber noch akzeptablen Kurs zu wechseln.

Die Fahrt geht weiter Richtung Nationalpark “Bougle da Baoule” , kurz vor der Abfahrt in den Park übernachten wir in Kolokani in einer alten Missionsstation, die nun als Campingplatz bzw. Auberge dient.

09.01.2011

Ca. 30km hinter Kolokani zweigt eine kleine Piste Richtung Faladye und weiter Richtung Nationalpark ab. Dort sollte es in Baoule ein Camp geben und ein Ranger mit in den Park genommen werden. Beide Informationen erwiesen sich aber als nicht ganz so aktuell – weder das Camp, noch eine Rangerstation waren vorhanden, und ohne Ranger ist es praktisch nicht möglich irgend ein afrikanisches Tier zu finden. Wir beschliessen umzudrehen und Richtung Bamako zu fahren. Außer malerischen Dörfern und 120km artgerechter Haltung für den Magirus (die Piste war wirklich “sau-schlecht”) hat der Ausflug also nicht allzuviel gebracht und wir suchen vor Einbruch der Dunkelheit ein Dorf zum Übernachten. Beim dritten Anlauf hatten wir Erfolg und wurden in Woloni von der Bevölkerung herzlich aufgenommen. Wie es der Zufall wollte war genau an diesem Tag ein großes Fest und wir bekamen Ehrenplätze um die Masken-Tänze zu beobachten.

10.01.2011

Woloni – Bamako

Vor Abfahrt müssen wir unbedingt noch die Dorf-Schule besuchen und wir machen uns nach einem herzlichen Abschied auf die letzten 50km üble Piste bis Negala, wo die Piste auf die Hauptstraße nach Bamako mündet.

Gegen 13 Uhr kommen wir in Bamako an und kämpfen uns 1 1/2 h durch einen Horror-Verkehr bis zur Auberge “Sleeping Camel”.

Dort gibt es freies Internet und einen angenehmen Stellplatz.

11.01.2011

Auf dem Campingplatz lernen wir einen Guide fürs Dogon-Land kennen.

Der weiß sofort auf was wir hinaus wollen (Dogon by Truck und nicht viel Trecking) und da hier ein Führer sowieso obligatorisch ist und wir schließlich endlich einig werden, engagieren wir diesen gleich hier für 4 Tage und werden ihn beim Dogon-Land treffen.

Nachmittags fahren wir weiter bis Segou.

Abends auf dem Campingplatz treffen wir auf Michael, bei einem gemeinsamen Barbeque erfahren wir , dass er mit seinem Toyota über Burkina-Faso bis Togo fährt und auch einen Abstecher ins Dogon-Land plant.

12.01.2011

Morgens erzählt mir Michael, dass er auf einen Amerikaner gestoßen ist, der ebenfalls ins Dogonland will – ich rufe unseren “Führer” an und handle einen neuen Preis für 4 Personen aus und wir beschließen die nächsten Tage gemeinsam zu verbringen. Gegen Mittag starten wir Richtung Sevare bei Mopti, wo wir am nächsten morgen auf unseren Guide stoßen sollen. Wir waren anfangs der Meinung, am Nachmittag noch Djenne an zu sehen, waren allerdings bei den Straßenverhältnisseen erst bei Sonnenuntergang an der Fähre und so mussten wir die letzten 130km bis Sevare bei Dunkelheit zurücklegen. Djenne beschließen wir auf den Rückweg zu verlegen.

13 – 16.01.2011

Wir treffen morgens um 7 auf unseren Guide Mamadou und machen uns auf den Weg zum Highlight unserer Reise, dem Dogon-Land. Dort hat sich im Schutz der Felswände ein eigener Kulturkreis erhalten. Die Dörfer der Dogon kleben teilweise wie Nester in den Felsen.

Unsere Route für die nächsten Tage geht über Bandiagara, und weiter die Klippe hinab. Wir durchqueren das Dogon-Land am Fuß der Steilwände entlang bis Banani. Unterwegs gibt es immer spektakulärer in den Fels gebaute Dörfer zu besuchen.

Nachdem ich unseren Guide überzeugt habe, dass die Piste Banani – Sanga auch mit dem LKW zu befahren ist ändern wir unseren Plan und nehmen diese steile und schmale Piste wieder als Aufstieg auf die Steilklippe – das passt uns besser ins Konzept, als, wie ursprünglich geplant, die letzten 30km zurückzufahren um auf der Hauptpiste auf das Plateau zurück zu fahren.

17.01.2011

Morgens müssen wir uns leider von Michael trennen, der fährt weiter über Burkina Faso nach Togo.

Wir nehmen unseren „Ami“ und Mamadou mit und besuchen die Stadt Djenne, die wegen ihrer Lehmarchitektur oft als schönste Stadt Mali´s bezeichnet wird. Mamadou vermittelt uns eine Stadtführung. Wir übernachten mitten im Zentrum auf einem Hotelparkplatz – nicht eben ruhig, dafür aber zentral gelegen…

18.01.2011

Um nicht denselben Weg nach Bamako zurückzufahren beschließen wir die Piste entlang des Nigers zu versuchen. Diese stellt sich als regelrechte Autobahn heraus und wir kommen zügig voran. In Ke-Macina queren wir den Niger mit einer Fähre auf das nördliche Ufer um auf Asphalt weiter bis Segou zu fahren. Kurz vor Segou überqueren wir den Niger nochmals über eine Brücke. In Segou setzen wir den Ami ab und fahren weiter Richtung Bamako, wo wir gegen 20 Uhr im „Sleeping-Camel“ eintreffen.

19.01.2011

Wir beschließen einen Tag in Bamako zu verbringen und treffen uns gegen Mittag mit Mamadou.

Der Nachmittag wird auf dem großen Markt verbracht um noch Souvenirs zu besorgen, da wir am Abend zuvor beschlossen haben, den Senegal links liegen zu lassen und direkt von Kayes (Mali) nach Kiffa (Mauretanien) zu fahren. Wir möchten die Piste von Kita über Bafoulabe nach Kayes versuchen,

Allerdings hat von der bisher jeder den wir fragten abgeraten. Ich finde im Internet ein paar Informationen mit Wegpunkten, diese stammen aus 2008 und die Piste wurde damals von ein paar Radfahrern befahren. Wir planen für die Piste zwei Tage ein.

Wir erzählen Mamadou von unsrem Vorhaben und er war so begeistert, dass er sich für die paar Tage uns anschließt.

20.01.2011

Wir starten um 8 Uhr (afrikanische Zeit) und durchqueren Bamako, was zügig vorangeht, da an diesem Donnerstag ein Feiertag ist. Nach Bamako fahren wir zügig auf Asphalt Richtung Kita, danach beginnt die Piste. Diese war entgegen der Streckenbeschreibung zunächst hervorragend ausgebaut.

In Quiala suchen wir uns einen schönen Platz zum Übernachten, direkt am Fluß.

Von den 330km reine Piste legen wir an diesem Nachmittag ca. 150km zurück.

21.01.2011

Nach einem gemütlichen Frühstück machen wir uns weiter auf den Weg. In unserer anfänglichen Euphorie überlegen wir schon, ob wir heute noch die Grenze passieren werden….

Wir werden allerdings bald eines Besseren belehrt. Die Piste wird immer schmaler und verwachsen,

es gilt immer wieder steinige und steile Passagen zu bewältigen und die Fahrt mutiert zu einem regelrechten Trial über hohe Felsstufen, wir müssen uns immer wieder den Weg durchs Geäst frei schlagen und so ist teilweise nicht mal mehr Schrittgeschwindigkeit möglich. Endlich, kurz vor Bafoulabe möchten wir bei Mahina die Eisenbahnbrücke über den Bafing benutzen, werden allerdings vom „freundlichen Brückenwärter“ zurückgewiesen, da hier nur kleine Fahrzeuge queren dürfen – also 15km zurück zur Hauptpiste um dann die Fähre über den Fluss zu nehmen. Es beginnt langsam zu dämmern…..

Auf der anderen Seite angekommen hoffen wir auf eine „Autobahn“, werden allerdings bitter enttäuscht. Zwar ist die Piste ausreichen breit und läuft in mehreren Spuren, allerdings ist der Untergrund tiefer Schwemmsand. Nachdem wir einen Pickup mit Bauarbeitern, der bereits seit über 2 Stunden im Sand versunken war, herauszogen, beschließen wir hier im Busch nahe der Piste unser Nachtlager zu errichten.

Immerhin kamen wir ganze 80km an diesem Tag voran.

22.01.2011

Nachdem wir frühmorgens einige kleinere Reparaturen (Spiegel, Blinker, etc.) vorgenommen haben machen wir uns auf den Weg nach Kayes. Nach ca. 10km wird die Piste tatsächlich besser und wir erreichen gegen 14:00 Uhr Kayes. Dort tauschen wir noch etwas Geld auf dem Schwarzmarkt (die Banken hatten natürlich längst geschlossen) und wir verabschieden uns von Mamadou.

Nachdem wir uns Informationen für die Strecke Kayes – Kiffa besorgt hatten und sich diese als 280km Buschpiste im mauretanisch-malischen Grenzgebiet erwies, haben wir beschlossen aus Sicherheitsgründen doch über den Senegal zu fahren. Also machen wir uns auf Richtung Kidira und versuchen dort unser Glück – Senegal hat derzeit nämlich unterschiedliche Formalitäten, was die Einreise mit Fahrzeugen betrifft und so kann es durchaus passieren, dass man innerhalb 24h in Dakar sein muss um das Carnet zu stempeln. Wir hatten Glück und bekamen ohne Probleme ein 5-Tages Passavent für 5000 CFA und das Carnet konnte in der Tasche bleiben. Der gesamte Grenzübertritt dauerte nur etwa 20 Minuten und wir erreichen um gegen 18 Uhr Goudiri, wo wir einen Campingplatz kennen.

23.01.2011

Heute nehmen wir uns zum Ziel bis St. Louis zu Fahren und starten deshalb zeitig. Wir fahren über Tambacounda bis Kaffrine und weiter über Touba. Die Fahrt verläuft soweit recht zügig bis wir Touba erreichen. Dort geraten wir in ein religiöses Fest, die Hauptstraße ist gesperrt und wir befinden uns plötzlich in einem unbeschreiblichen Verkehrschaos. Die Fahrt durch Bamako zur Hauptverkehrszeit gleicht demgegenüber einer Spazierfahrt übers Land. So kämpfen, drängeln und drücken wir uns in 2 Stunden durch das afrikanische Getümmel. Nachdem wir bisher alle der berüchtigten Polizeikontrollen mit durchwinken passieren konnten, nahm es der Polizist nach Touba genau. Er gab uns jedoch die Papiere zurück, und meinte „all ok. – you can give money if you have“ – ich sagte „i have no money“, damit war der Fall für ihn erledigt und wir können weiterfahren. Wir fahren weiter Richtung St. Louis, die letzten 40 km reihte sich ein Schlagloch an des andere. Sichtlich genervt erreichen wir die Hauptstraße und natürlich schon die nächste Poilizeikontrolle. Der Polizist kassiert erst mal alle Papiere. entdeckt die Hunde, stammelt etwas von „mixed-transport“ und verschwindet in seinem Auto. Gereizt durch die Geschehnisse der letzten Stunden war ich alles andere als freundlich und die Lage begann langsam aber sicher zu eskalieren. Nach einigem Palavere in einem Mix aus englisch, deutsch und französisch gab er mir schließlich die Papiere zurück und wir konnten ohne eine CFA zu bezahlen weiterfahren. So wie wir das interpretiert hatten, dürfen zwar Ziegen und Schafe in den Passagierraum aber anscheinend keine Hunde. Um bei weiteren Kontrollen keinen Anlass zur Diskussion zu geben, bitten wir Dolly und Dino im hinteren Teil der Kabine Platz zu nehmen. Die Lust auf Senegal war vor allem in den Wissen, das die korruptesten Polizeikontrollen noch vor uns liegen, vorerst dahin. Es hilft alles nichts – weiter nach St. Louis. Ich beschließe vor allen Kontrollen mein freundlichstes Lächeln aufzusetzen und siehe da es klappt. Nach Kontrolle der Fahrzeugpapiere werden wir in jeder Polizeikontrolle freundlich weiter gewunken. Selbst der berüchtigte Oberbulle in St. Louis läßt uns ohne Probleme passieren und so erreichen wir ohne eine Cent zu bezahlen um 19.00 Uhr den Camping Ocean

24.01.2011

Gegen 8.00 Uhr sehr afrikanischer Zeit wollen wir noch in die Altstadt von St. Louis bevor wir uns gegen 12.30 Uhr auf den Weg nach Djama zur Grenze machen. Die Hunde waren wieder in ihrem hinteren Abteil und wir konnten alle Polizeikontrollen ohne Problem passieren. Der Senegalesische Polizist an der Grenze will plötzlich für das Stempel der Pässe und das Abmalen des Fahrzeugscheins 30 €. Ich nehme die Papier an mich und wollte den Raum verlassen, als sich die Mine des kurupten Bullen sichtlich verfinsterte, da wir die einzigen Gäste an der Grenze waren, beschloss ich zu verhandeln und wir kamen schließlich mir 10000 CFA davon. Auf mauretanischer Seite fand der Zöllner unsere Flasche Pastis und meine Rambo-Machete – das fand er gar nicht gut und musste gleich Meldung bei seinem Chef machen. Ich durfte bei ihm vorsprechen und setzte meine Unschuldsmine auf – nach einer kurzen Belehrung gab er mir Alk und Machete wieder und ich durfte weiterfahren.

Es war nun schließlich nach 14 Uhr und wir konnten uns doch endlich auf den Weg nach Noakchott machen – gut 100km Piste durch den Nationalpark und nochmal 150km Landstraße. Wir kommen mit beginnendner Dämmerung um 18:30 Uhr in NKC auf unserem alt bewährten Campingplatz an, gehen noch auf den Fischmarkt und lassen den Tag ausklingen.

25.01.2011

Nach dem Frühstück starten wir Richtung Nouadhibou und wollen am Nachmittag noch die Grenze nach Marokko überqueren.

Es läuft alles unproblematisch – nur die marokkanischen Grenzer brauchen mal wieder 2 Stunden. Wir schaffen es wie letztes Jahr bei Einbruch der Dunkelheit gerade zum Motel Barbas wo wir die Nacht auf dem bewachten Parkplatz verbringen.

26.01.2011

Wir starten relativ früh am Morgen und durchqueren die Westsahara bis Layounne. Unterwegs kaufen wir in Boujdour noch frischen Fisch zum Abendessen und füllen unseren Bargeldvorrat auf. Wir übernachten auf einem Stellplatz in Layounne-Plage, direkt am Strand. Dort weht eine echt steife Brise und wir bekommen unseren Grill fast nicht zum brennen. Wir genießen unsren Fisch und lassen uns vom Sturm in den Schlaf schaukeln.

27.01.2011

Wir starten um halb acht, dann ist erst mal tanken angesagt. Wir bunkern 600l des günstigen Stoffes (hier sogar nur 5.00 DH). Wir fahren weiter Richtung Agadir , in Akhfenir ist die letzte billige Tankstelle, wo wir noch mal alle Behälter voll machen und nehmen uns zum Ziel Abends in Marrakesch zu sein. Dies gelingt uns auch dank neuer Autobahn und so stehen wir um 21:00 Uhr auf dem Parkplatz hinter der großen Moschee, wo man mit dem Laster für 100DH/24h stehen kann. Wir machen uns noch auf zum Gauklermarkt , wo wir noch realtiv günstig in den Garküchen zu Abend essen.

28.01.2011

Morgens gehen wir noch kurz in den Souk, um anschließend auf die Autobahn Richtung Tanger zu fahren. Wir versuchen abends die Fähre um 20:30 oder 22:30 zu bekommen.

Hier auf der Autobahn spielt Christa richtig “Trucker-Lady” und ich kann dank mobilem Internet in der Zwischenzeit unser Blog aktualisieren.

Das mit der Fähre um 20:30 sollte ein frommer Wunsch bleiben – wir kommen gegen 20:00 in Tanger-Med an und es stellt sich heraus dass der Fahrplan das Papier nicht wert war, auf dem er gedruckt ist.

Die nächste Fähre geht erst um 23:59 – noch genug Zeit für die Zollformalitäten.

Hier in Tanger-Med sind sie jetzt ganz modern ausgerüstet und der Laster wird von einem Röntgen-Scanner durchleuchtet.

Eben so, die nach uns kommenden beiden marokanischen Lieferwagen. Die bekommen längst ihre Papiere zurück, während wir immer noch warten.

Die Zöllner werden immer mehr, die Minen immer finsterer – wir haben uns nichts dabei gedacht und warten gelduldig auf unsere Papiere….

Plötzlich kommt ein Zöllner mit grimmigem Blick auf mich zu und fordert mich zielstrebig auf die seitliche Stauklappe zu öffnen.

Ich beginne schon zu schimpfen, als Christa meinte dass in dem Fach Durckluftbohrmaschine und Schlagschrauber untergebracht sind.

Also halte ich mich zurück und hole vorsichtig die Bohrmaschine heraus und zeige sie dem Beamten – als er die “scharfe Waffe” inspizierte musste er laut loslachen.

Der zeigte das Teil seinen Kollegen und plötzlich war die Stimmung wieder gelöst, die Blicke wieder gewohnt freundlich und jeder hatte etwas zuu lachen.

Die Fähre verlässt pünktlich den Hafen und nach anfänglich ziemlich schaukeliger Überfahrt beruhigt sich nach 1/3 der Strecke die See und wir kommen um ca. 0:45 Uhr in Algeciras an.

Wir fahren gleich auf den bekannten Lidl-Parklplatz zum Übernachten um am nächsten morgen gleich zu Carrefour zum Einkaufen zu gehen.

29.01.2011

Nach Erledigung unserer Einkäufe machen wir uns gegen 11 Uhr auf den Highway.

Wir fahren noch ein gutes Stück bis hinter Madrid und stellen uns für die Nacht auf eine Raststätte.

30.01.2011

Wir starten pünktlich um 7:00 Uhr, durchqueren Spanien bis San Sebastian und fahren weiter über Bordeaux die Route Express durch Frankreich.

Nach 1000km fahren wir gegen 21:00 Uhr einen parplatz für die Nacht an.

31.01.2011

Wir starten früh um 6:00 Uhr um die letzten ca. 800km in Angriff zu nehmen und kommen ohne Zwischenfälle gegen 17:00 Uhr zu Hause an.

Gesamt-km 16.400

Schäden am LKW:

1 Reifenpanne

Reserverad-Halterung abgebrochen

Seilwinde für Reserverad

Stoßdämpferhalterung gebrochen

Auspuffhalterung gebrochen

Posistionslampe, Blinker und 1 Spiegel zerbrochen

Halterung Lichtmaschine (Aufbau) gebrochen

Keilriemen Lichtmaschine (24V) erneuert

Dieselleitung durchgescheuert

- Ende -


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